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AIDASol in der Meyer Werft
Die Aidasol im Bau in der Papenburger Meyer Werft: Nur wenige Werften können die großen Kreuzfahrtschiffe bauen. Die Meyerwerft in Papenburg ist eine davon.

Kreuzfahrt Werften


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Werften für Kreuzfahrtschiffe – wer kann ein Kreuzfahrtschiff bauen?

Es gibt weltweit gar nicht so viele Werften, auf denen Kreuzfahrtschiffe gebaut werden. Im Vergleich zu einem Frachter ist ein Kreuzfahrtschiff weitaus aufwendiger und komplexer zu bauen: Kabinen, Gastronomie, Freizeiteinrichtungen wie Theater und sehr hohe Sicherheitsanforderungen machen die Planung und zum Bau eines Kreuzfahrtschiffes zu einem sehr langwierigen Prozess.

Allein die Planung eines Schiffes braucht mit Spezialisten rund zwei Jahre mindestens. Es kommt nicht von ungefähr, das nach einem so hohen Planungsaufwand meist mehrere Schiffe gleicher Baureihe in Serie gebaut werden. Der eigentliche Bauprozess eines Megaschiffes nach einer Auftragserteilung dauert dann je nach Größe und Aufwand in der Regel weit über ein Jahr und benötigt tausende von qualifizierten Arbeitern und Zulieferern.

Deutsche Werften beim Bau von Kreuzfahrtschiffen

Gleich zwei deutsche Werften sind Vorzeigeprojekte, wenn es um den Bau eines Kreuzfahrtschiffes geht. Die wichtigste deutsche Kreuzfahrtwerft ist die Meyer Werft in Papenburg. Die Kundenliste der Meyer Werft liest sich wie ein Who is Who der Reedereien mit Megaschiffen. Derzeit (Stand Oktober 2010) sind Megaliner von Disney, AIDA und Celebrity Cruises bei der Meyerwerft in Bau. Die Meyer werft in Papenburg ist inzwischen selbst eine Touristenattraktion: Über 300.000 Kreuzfahrt-Fans besuchen Jahr für Jahr das Touristenzentrum der Werft in Papenburg. In Papenburg werden im Übrigen auch RoRo-Fähren gebaut.

Ein zweiter, heimlicher Star unter den Werften für Kreuzfahrtschiffe ist die Rostocker Neptun-Werft. Hier lasen einige der großen Flusskreuzfahrtgesellschaften ihre Flusskreuzer bauen. Auf der Neptunwerft entstehen zum Beispiel die Twin-Cruiser von Premicon und die Wellness-Flussschiffe von A-ROSA, die auf Donau, Rhein sowie Rhone und Saone unterwegs sind.

Europäische Werften für Kreuzfahrtschiffe

Große Werften für Kreuzfahrtschiffe liegen aber nicht nur in Deutschland. Namen von europäischen Werften, die man immer wieder in den verschiedenen Schiffspapieren liest, sind zum Beispiel die italienische Fincantieri Werft auf Triest/Genua oder die Finnische STX Finland Cruise Oy (zuvor Aker Yards Oy) mit Standorten in Helsinki, Turuk und Rauma. Bei Fincantieri werden derzeit Schiffe von Costa Cruises gebaut, auf der STX Finland Cruise Werft befindet sich gerade ein Schiff der Norwegian Cruise Line im Bau (Stand 2010).

Erstaunlich ist, das die wichtigsten Werften für die Kreuzfahrtindustrie insgesamt fast ausschließlich in Europa liegen – auch wenn bei anderen Großschiffen oft bereits Werften aus Südostasien den Europäern den Rang abgelaufen haben.

Die Werften, die die größten Hochsee Kreuzfahrtschiffe bauen sind derzeit:

STX Europe (Turku), Finnland
STX St. Nazaire, France
Masa Yards (Turku), Finnland
Chantiers de l´Atlantique, Frankreich
Fincantieri, Monfalcone, Italien
Meyer Werft, Papenburg, Deutschland
Mitsubishi Heavy Industries, Nagasaki, Japan

Werften braucht es nicht nur zum Bau von Kreuzfahrtschiffen: Regelmäßig müssen die Ozeanriesen gewartet werden. Nicht nur die Kiellegungen und Fertigstellungen der neuen Kreuzfahrtschiffe bei diesen Werften ist mit großem Medieninteresse begleitet. Selbst das Einlaufen eines Ozeanriesen wie der Queen Mary 2 zu Wartungsarbeiten in Hamburg lockt zehntausende von Menschen an die Piers der Häfen.

Foto: M. Lenk


Meyer Werft Papenburg Meyer Werft Papenburg
Die Meyer Werft in Papenburg ist eine deutsche Superlative, wenn es um Kreuzfahrtschiffe und Technologie zum Bau der Luxusschiffe geht. Keine...

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