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Wissensportal · Lexikon und Grundlagen

Laterale Seezeichen: wie Tonnen ein Fahrwasser kennzeichnen

Laterale Seezeichen kennzeichnen die seitlichen Grenzen eines Fahrwassers. Sie helfen dabei, die Ränder eines Kanals oder einer Fahrrinne zu erkennen. Welche Seite eine bestimmte Tonne markiert, wird nicht allein aus ihrer Farbe abgeleitet: Im IALA-System unterscheiden sich die Farben für Backbord- und Steuerbordseite zwischen Region A und Region B.

Fahrwasser und Betonnungsrichtung

Ein laterales Zeichen erhält seine Bedeutung im Verhältnis zu einer festgelegten Betonnungsrichtung. Die IALA-Empfehlung stellt die Zeichen deshalb zusammen mit der Richtung dar, in der die Betonnung gelesen wird. Ohne diese Orientierung lässt sich aus „links“ oder „rechts“ keine verlässliche Seitenangabe ableiten.

Region A und Region B

Die Farbzuordnung kehrt sich zwischen den beiden Regionen um: In Region A sind Backbordzeichen rot und Steuerbordzeichen grün; in Region B sind Backbordzeichen grün und Steuerbordzeichen rot. Auch Form und gegebenenfalls Toppzeichen unterstützen die Unterscheidung. Daher genügt es nicht, eine bekannte Farbregel aus einem anderen Fahrtgebiet zu übertragen.

Die amtliche Seekarte bleibt maßgeblich

Das System ist eine gemeinsame Kennzeichnung, aber kein abstrakter Kursbefehl. Für eine konkrete Wasserstraße sind die dort geltende Region, die in der Karte angegebene Betonnungsrichtung und die aktuellen amtlichen nautischen Veröffentlichungen entscheidend.

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