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Wissensportal · Lexikon und Grundlagen

Kardinalzeichen und Einzelgefahrenzeichen: unterschiedliche Warnfunktionen

Kardinalzeichen und Einzelgefahrenzeichen gehören zu unterschiedlichen Zeichengruppen des IALA-Sezeichen-Systems. Beide können auf Gefahren hinweisen, vermitteln aber nicht dieselbe Information: Das Kardinalzeichen ist nach einer Himmelsrichtung benannt und weist damit auf die betreffende Seite des Zeichens hin. Das Einzelgefahrenzeichen kennzeichnet eine einzelne Gefahr, um die herum navigierbares Wasser vorhanden ist.

Kardinalzeichen und Quadranten

Die vier Kardinalzeichen heißen Nord, Ost, Süd und West. Laut IALA wird jedes nach dem Quadranten benannt, in dem es steht; der Name zeigt an, auf welcher Seite des Zeichens es passiert werden soll. Die Markierung kann zum Beispiel die Seite mit dem tiefsten Wasser anzeigen oder auf die sichere Seite an einer Gefahr aufmerksam machen.

Einzelgefahrenzeichen

Ein Einzelgefahrenzeichen steht auf oder nahe einer isolierten Gefahr, etwa einem begrenzten Hindernis, und ist von navigierbarem Wasser umgeben. Es gibt jedoch keine für alle Situationen gültige sichere Passierdistanz an. Die IALA empfiehlt deshalb, für die konkrete Lage die einschlägigen Seekarten und nautischen Veröffentlichungen heranzuziehen.

Warnfunktion ist keine konkrete Passieranweisung

Ein Kardinalzeichen ordnet eine Seite nach Himmelsrichtung; das Einzelgefahrenzeichen macht auf die Lage einer umgebenen Gefahr aufmerksam. Keines der Zeichen ersetzt die aktuelle amtliche Karte oder eine Prüfung der örtlichen Bedingungen. Farben, Toppzeichen und Lichtmerkmale unterstützen die Erkennung, sollten aber nur zusammen mit der richtigen Zeichengruppe und Karte interpretiert werden.

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