Leuchtfeuer, Sektoren und Nebelsignale: sichtbare und hörbare Navigationshilfen
Leuchtfeuer und Nebelsignale sind ortsgebundene Hilfen, die auf See Hinweise zu Küsten, Gefahren oder der eigenen Lage geben können. Ihre konkrete Kennung und Reichweite sind nicht überall gleich. Deshalb lässt sich ein Signal nur zusammen mit der passenden Seekarte und den aktuellen nautischen Veröffentlichungen sinnvoll zuordnen.
Lichtkennung und Sektor
Ein Licht wird unter anderem durch Farbe und Rhythmus beschrieben: Es kann beispielsweise in regelmäßigen Abständen aufblitzen oder dauerhaft leuchten. Ein Sektorlicht zeigt in bestimmten Richtungsbögen unterschiedliche Farben und/oder Rhythmen. Diese Bögen geben der Kennung einen räumlichen Bezug, doch die Bedeutung eines einzelnen Sektors hängt vom jeweiligen Leuchtfeuer und seiner amtlichen Beschreibung ab.
Nebelsignale bei eingeschränkter Sicht
Ein Nebelsignal ist hörbar und ergänzt sichtbare Navigationshilfen, wenn eine Station oder ihr Licht durch atmosphärische Bedingungen verdeckt ist. Es kann vor einer Gefahr warnen und einem Seefahrer helfen, die eigene Lage relativ zur Signalstation grob einzuordnen. Ein Schallsignal allein liefert jedoch keine eindeutige Position und verrät nicht automatisch, welches Leuchtfeuer zu hören ist. Signalfolgen sind stationsspezifisch; für ihre Identifizierung zählen die amtlichen Angaben im jeweiligen Fahrtgebiet.
Für eine konkrete Passage sollten Sie Kennung, Sektorgrenzen und gegebenenfalls Schallsignal in den offiziellen nautischen Unterlagen des zuständigen Gebiets nachschlagen. Dieser Überblick ersetzt weder eine Seekarte noch eine Navigation.