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SCHIFFSPORTRÄT

Ortelius

Oceanwide Expeditionsschiffe

Die Ortelius von Oceanwide Expeditions hieß ursprünglich Marina Svetaeva und wurde 1989 in Gdynia gebaut.

Ortelius

Ortelius im Überblick

Die Ortelius von Oceanwide Expeditions ist ein ehemaliges Spezialschiff, dessen Geschichte mehrere Aufgaben und Namen umfasst. Das Schiff wurde 1989 in Gdynia, Polen, gebaut und trug zunächst den Namen Marina Svetaeva. Nach Angaben des Betreibers diente es als Spezialschiff der Russischen Akademie der Wissenschaften. Später wurde es umgeflaggt und in Ortelius umbenannt. Der neue Name erinnert an den Kartografen Abraham Ortelius, der 1570 den Weltatlas Theatrum Orbis Terrarum veröffentlichte. Der Betreiber bezeichnet dieses Werk als ersten modernen Weltatlas.

Abraham Ortelius lebte von 1527 bis 1598. Die Ortelius fährt unter niederländischer Flagge und ist bei Lloyd’s Register in London klassifiziert.

Bauart und Kenndaten

Die Betreiberangaben nennen eine Länge von 90,95 Metern, eine Breite von 17,20 Metern und einen Tiefgang von 5,4 Metern. Das Schiff verdrängt demnach 4.090 Tonnen. Als durchschnittliche Reisegeschwindigkeit sind 10,5 Knoten angegeben. Für den Antrieb nennt Oceanwide die Bezeichnung 6 ZL 40/48 Sulzer.

Die angegebene Eisklasse lautet UL1, laut Betreiber gleichwertig mit 1A. Oceanwide beschreibt die Ortelius damit als für einjähriges Festeis und lockeres mehrjähriges Packeis geeignet. Die Einordnung ist für ein Expeditionsschiff bedeutsam, weil sie den vorgesehenen Einsatz in eisbedeckten Regionen kennzeichnet. Eisbedingungen und die tatsächlich befahrbaren Gebiete hängen von der jeweiligen Expedition ab.

Leben und Expeditionen an Bord

Oceanwide gibt die Kapazität mit bis zu 108 Passagieren in 50 Kabinen an. Für den Gästebetrieb nennt der Betreiber außerdem 44 Besatzungsmitglieder, acht Guides und einen Arzt. Auf dem Schiff gibt es offene Decksflächen, eine Bar und einen Vortragsraum. Zehn Zodiacs gehören ebenfalls zur beschriebenen Expeditionsausstattung. Diese Boote dienen bei passenden Bedingungen dem Übergang zwischen Schiff und Land; Umfang und Ablauf von Anlandungen richten sich nach dem Programm und den örtlichen Verhältnissen.

Expeditionsreisen unterscheiden sich damit von einer klassischen Kreuzfahrt, bei der vor allem Hafenaufenthalte und Bordangebote den Tagesablauf prägen. Bei der Ortelius steht laut Betreiber ein Erkundungs- und Naturprogramm im Mittelpunkt, mit möglichst viel Zeit an Land. Das erklärt die Kombination aus eisverstärkter Auslegung, offenen Deckbereichen, Vortragsraum und Beibooten. Zugleich bleibt das Schiff die Unterkunft und Basis zwischen den Landgängen.

Zur Kabinenlage weist Oceanwide darauf hin, dass bei einigen wenigen Zimmern ein Teil des Fensters durch Bauweise oder einen Gang eingeschränkt sein kann. Als freie Aussichtspunkte nennt der Betreiber Außendeck und Brücke. Solche Hinweise betreffen die konkrete Nutzung an Bord und ergänzen die technischen Daten um einen praktischen Aspekt der Schiffsarchitektur.

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