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Wissensportal · Lexikon und Grundlagen

Tendern und Tenderausschiffung

Bei einem Kaianlauf liegt das Schiff längsseits an einem Anleger und Passagiere gehen über eine Gangway an Land. Beim Tendern ankert oder liegt das Schiff außerhalb eines passenden Kais; kleinere Boote bringen Gäste zwischen Schiff und Ufer hin und her. Das kann nötig sein, wenn der Hafen keinen geeigneten Pierplatz für das Schiff bereitstellen kann.

Vom Schiff zum Ufer und zurück

Der Wechsel erfolgt in mehreren Etappen: vom Schiff zu einer Einstiegsstelle, mit dem Tenderboot zum Ufer und dort weiter in den Hafenort. Der Tender ist ein Transportmittel, kein Kai und nicht zwingend ein gewöhnliches Beiboot. Je nach Reederei und Schiff kann dafür ein eigenes Wasserfahrzeug oder ein anderes geeignetes Boot eingesetzt werden. Die Passagiere folgen den Anweisungen der Besatzung und des Hafenpersonals.

Bedingungen können sich ändern

Wind, Seegang und andere Betriebsbedingungen können beeinflussen, ob das Tendern sicher möglich ist. Eine Reederei kann den Tenderbetrieb oder den Landgang auch kurzfristig ändern. Beispiele von Kreuzfahrtanbietern zeigen zudem, dass Zugänglichkeit und zulässige Mobilitätshilfen von Boot, Ausstattung und konkreter Verbindung abhängen. Eine angekündigte Tenderpassage garantiert daher weder eine bestimmte Wartezeit noch, dass jede Person oder jedes Hilfsmittel mitfahren kann.

Vor dem Landgang aktuelle Hinweise lesen

Prüfen Sie die Angaben zur konkreten Reise und achten Sie auf aktuelle Durchsagen. Ausflugszeiten, Tenderreihenfolge und Zugänge können nach Hafen und Reederei variieren. Planen Sie den Rückweg nicht allein anhand der Karte: Bei einem Tenderanlauf gehört auch die Bootsfahrt zwischen Ufer und Schiff zur Rückkehr.

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