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Nebel, Sichtweite und Küstenwetter: warum Sicht nicht nur vom Regen abhängt

Eingeschränkte Sicht auf See ist nicht automatisch eine Folge von Regen. Nebel entsteht, wenn feuchte Luft so weit abkühlt, dass Wassertröpfchen in der Luft schweben. An Küsten spielen deshalb sowohl die Temperatur des Wassers als auch die Herkunft und Bewegung der Luft eine Rolle.

Feuchte Luft, kaltes Wasser und Wind

Eine häufige Form über Wasser ist der sogenannte See- oder Advektionsnebel: Warme, feuchte Luft strömt über relativ kälteres Wasser und kühlt sich dabei ab. Wind transportiert die Luftmasse und kann Nebel daher über andere Wasserflächen oder an Land verlagern. Die örtliche Lage von Küste, Buchten und Wasserflächen beeinflusst, wo solche Sichtbehinderungen auftreten.

Auch Nebel, der zunächst über Land entstanden ist, kann über Buchten, Häfen oder die nahe See ziehen. Küstenwetter ist deshalb nicht überall gleich: Eine Station an Land und ein Schiff wenige Seemeilen entfernt können unterschiedliche Sichtbedingungen melden.

Gemessene Sicht und Vorhersage unterscheiden

Eine Sichtbeobachtung beschreibt, was an einem bestimmten Ort und Zeitpunkt gemeldet wird. Eine Vorhersage schätzt dagegen, welche Sichtbedingungen in einem Gebiet während eines künftigen Zeitraums zu erwarten sind. Achten Sie bei beiden Angaben auf den räumlichen Bezug und die Zeit; ein lokaler Nebelstreifen ist nicht automatisch repräsentativ für die ganze Küste.

Regen kann Sicht ebenfalls mindern, doch für die Einordnung von Nebel sind vor allem Feuchte, Abkühlung und Luftbewegung hilfreich. Die Wetterlage erklärt, warum Sicht eingeschränkt sein kann; sie ersetzt keine aktuelle Beobachtung für den jeweiligen Ort.

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