Terminal, Kai, Pier und Liegeplatz: Kreuzfahrtbegriffe am Wasser
Ein Hafenanlauf verbindet Anlage an Land und Platz auf dem Wasser. Die Begriffe werden im Alltag manchmal unscharf gebraucht, bezeichnen aber unterschiedliche Dinge. Auch die regionale Fachsprache variiert: „Kai“ und „Pier“ können in einer Beschreibung ähnlich verwendet werden, während ein offizieller Hafenplan zwischen Terminal, Anleger und Liegeplatz unterscheidet.
Das Gebäude ist nicht der Anleger
Ein Terminal ist eine Abfertigungsanlage für Passagiere oder andere Hafenprozesse. Der Kai oder Liegeplatz beschreibt den Bereich, an dem das Schiff festmacht. Ein Pier ist eine ins Wasser reichende Hafenanlage, an deren Seite Schiffe anlegen können. Je nach Hafen liegen Terminalgebäude und Anleger direkt beieinander oder sind räumlich getrennt.
Der Liegeplatz ist die konkrete Schiffsposition
Häfen weisen einem Schiff einen Liegeplatz zu. Die Hamburg Port Authority beschreibt ein Genehmigungsverfahren für Liegeplätze und weist darauf hin, dass Cruise Gate Hamburg die Kreuzfahrtterminals betreibt und die Liegeplätze vergibt. Ein Terminalname oder ein Hafenstadtname allein verrät daher nicht unbedingt, an welchem Kai das Schiff am Reisetag festmacht.
Für die Orientierung den Hafenplan nutzen
Der Hafen Helsinki führt mehrere Kreuzfahrtkais und nennt einzelne Anleger getrennt von Terminalhallen und öffentlichen Verkehrsverbindungen. Das ist ein praktischer Grund, vor der Anfahrt die aktuelle Schiffs- und Terminalinformation zu prüfen. „Terminal“ ist nicht zwangsläufig das gesamte Hafengelände, und „Liegeplatz“ nicht automatisch der Name eines Passagiergebäudes.