Schiffsnamen und Präfixe: Was „RMS“ & Co. bedeuten
Ein Schiffspräfix steht in der Schreibweise vor dem Namen und kann eine bestimmte Tradition oder Funktion ausdrücken. Ein bekanntes Beispiel ist „RMS“ bei der Titanic: Royal Museums Greenwich erklärt das Kürzel als „Royal Mail Ship“ – es verweist auf den Postdienst, nicht auf eine Nummer, die das Schiff eindeutig und dauerhaft identifiziert.
Präfix und Schiffsname
Präfixe werden je nach Sprache, Epoche und Gebrauch unterschiedlich verwendet. Das Kürzel kann gemeinsam mit dem Namen in Texten oder historischen Bezeichnungen erscheinen; daraus allein folgt aber nicht, dass es in jedem Register als Bestandteil des amtlich eingetragenen Namens geführt wird. Für den offiziellen Namen ist der maßgebliche Registereintrag oder das Schiffszeugnis entscheidend.
Keine Funk- oder IMO-Kennung
Ein Präfix ist nicht mit Rufzeichen, MMSI oder IMO-Schiffsnummer gleichzusetzen. Die IMO-Schiffsnummer ist eine dauerhafte Identifikationsnummer, die bei einem Wechsel der Flagge unverändert bleibt. Ein vorangestelltes Kürzel wie „RMS“ beschreibt dagegen eine Bezeichnungstradition oder einen Dienstzusammenhang. Es reicht nicht aus, um ein Schiff zweifelsfrei zu identifizieren.
Bei historischen Schiffen ist das Präfix oft Teil der geläufigen Namensform. Bei einem konkreten Schiff sollten Sie daher Schreibweise, Registername und Funkkennungen getrennt betrachten.