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SCHIFFSPORTRÄT

Professor Multanovskiy

Oceanwide Expeditionsschiffe

Das 1983 gebaute Forschungsschiff wurde in den 1990er-Jahren zum Expeditionsschiff umgebaut. Eine geplante Falklandreise von 2003 führte ab und bis Stanley.

Professor Multanovskiy

AUF EINEN BLICK

Daten und Fakten zur Professor Multanovskiy

Stand: 18.10.2026.

Baujahr
1983
Länge
71 m
Tonnage
1.753 BRZ
Breite
12 m
Flagge
Russland
Registerhafen
Wladiwostok

Vom Forschungsschiff zum Expeditionsschiff

Die Professor Multanovskiy wurde 1983 in Finnland als eisverstärktes Forschungsschiff der Akademik-Schuleykin-Klasse gebaut. Der Stahlrumpf ist am Bug bis etwa zum vorderen Viertel eisverstärkt. Zwei Dieselmotoren mit jeweils 1.560 PS, eine Länge von 71,6 Metern und eine Breite von 12,8 Metern kennzeichnen das Schiff. Für den unabhängigen Betrieb war es auf bis zu 70 Tage ausgelegt. Zwischen 1983 und 1991 diente es der Polar- und Meeresforschung. Die Reisebeispiele stehen für unterschiedliche Maßstäbe: Die Falklandfahrt kombinierte mehrere Inseln und Küstenabschnitte in neun Tagen, während das Schiff bei Forschungsaufgaben lange unabhängig von einer Hafeninfrastruktur arbeiten musste.

In den 1990er-Jahren wurde das Schiff für Passagierreisen umgebaut. Bei Expeditionen nahm es ungefähr 48 Gäste und eine Besatzung von 32 Personen an Bord. Die kompakte Größe ermöglichte Reisen in kleinen Gruppen, während die eisverstärkte Bauweise für polare Seegebiete ausgelegt war. Bis 2011 stand die Professor Multanovskiy in einem langfristigen Vertrag mit Oceanwide Expeditions. Zu den damaligen Fahrtgebieten gehörten Spitzbergen, Grönland, Island, Feuerland, die Falklandinseln, Südgeorgien und die Antarktis.

Eine angekündigte Falklandreise 2003

Ein konkretes Beispiel für den späteren Einsatz als Expeditionsschiff ist die neuntägige „Falklands Odyssey“ vom 21. bis 29. November 2003. Quark Expeditions plante die Rundreise ab und bis Stanley. Das veröffentlichte Programm nannte unter anderem Sea Lion, Bleaker, Beaver und Staats Island, New Island, West Point, Saunders und Keppel sowie Port Howard. Für einige Ziele waren Landgänge vorgesehen; zeitgenössische Reiseinformationen weisen darauf hin, dass bestimmte Gebiete nur vom Meer aus erreichbar sind. Das Programm beschreibt die Planung von 2003.

Forschungsfahrten in polaren Gewässern

Die Passagierphase verband die technische Herkunft als Forschungsschiff mit kleinen Expeditionsgruppen und weit auseinanderliegenden Zielen. Eine Fachinformation des Kupplungsherstellers berichtete 2015, dass das Schiff wieder für Forschungszwecke in der Beringsee eingesetzt wurde. Das Schiff blieb damit auch nach den touristischen Reisen in einer Umgebung im Einsatz, für die die robuste Auslegung der Klasse gedacht war.

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