SCHIFFSPORTRÄT
Diana
Strömma Flussschiffe
Die M/S Diana (IMO 8634120) wurde 1931 auf der Finnboda-Werft für den Göta-Kanal gebaut.
M/S Diana: ein Kanalschiff mit Geschichte
Die schwedische M/S Diana fährt auf dem Göta-Kanal und trägt die IMO-Nummer 8634120. Gebaut wurde sie 1931 auf der Finnboda-Werft bei Stockholm; am 15. März desselben Jahres übergab die Werft das Schiff an die Rederi AB Göta Kanal. Die Diana entstand als kombiniertes Passagier- und Frachtschiff und wurde eigens für die Schleusen des Kanals entworfen. Bei der Planung erwartete die Reederei mehr Besucher aus Schweden und den Vereinigten Staaten. 2009 erhielt das Schiff von den schwedischen Schifffahrtsmuseen einen Schutzstatus, der seine kulturhistorische Bedeutung anerkennt.
Der Göta-Kanal bildet das Fahrtgebiet der Diana. Er erstreckt sich über 190 Kilometer und umfasst 58 Schleusen. Der Bau begann 1810; 58.000 Soldaten arbeiteten an dem Kanal, der 1832 eröffnet wurde.
Die Göta-Kanal-Reederei wurde 1869 als Ångfartygsaktiebolaget Motala Ström gegründet. In den 1880er-Jahren setzte sie elf Schiffe ein, darunter mehrere kombinierte Fracht- und Passagierboote. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm der Tourismus- und Schifffahrtsbetrieb in den 1920er-Jahren wieder Fahrt auf. Zu Beginn der 1930er-Jahre bestellte die Reederei Diana, während die Aussichten zunächst gut erschienen. Der Börsenkrach von 1929 und die anschließende Weltwirtschaftskrise dämpften jedoch die erwarteten internationalen Besucherströme nach Schweden.
Der Betreiber zählt 25 Kabinen auf drei Ebenen. Auf dem Brückendeck befinden sich neun Kabinen der Kategorie A mit direktem Zugang zum Sonnendeck. Das mittlere Shelter-Deck umfasst sechs Kabinen neben Speiseraum und Lounge und bildet zugleich die Haupteinstiegsebene. Auf dem unteren Hauptdeck liegen zehn Kabinen, darunter zwei Honeymoon-Kabinen mit 140-Zentimeter-Betten und eine Dreibettkabine. Auf dem Brücken- und Shelter-Deck sind die Kabinen mit Etagenbetten ausgestattet; auf dem Hauptdeck stehen die Einzelbetten meist nebeneinander.
Keine Kabine verfügt über ein eigenes Bad. Jede hat ein Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser; Toiletten und Duschen befinden sich in gemeinschaftlichen Räumen. Auf dem Brückendeck gibt es zwei kombinierte Toiletten und Duschen, auf dem Shelter-Deck eine gemeinsame Toilette. Das Hauptdeck hat vier Gemeinschaftstoiletten, von denen zwei mit Duschen ausgestattet sind. Der Betreiber beschreibt die Kabinen als kompakt und vergleicht ihre Größe mit einem traditionellen Schlafabteil im Zug.