SCHIFFSPORTRÄT
AmaMora
Die 2019 bei Vahali fertiggestellte AmaMora ist ein 135 Meter langes Flusskreuzfahrtschiff. Der Ablieferungsbericht beschreibt 82 Kabinen und Suiten, Poolbar, Fitnessraum und Fahrräder.
Bau und Einordnung
Die AmaMora ist ein Flusskreuzfahrtschiff, das 2019 für den US-amerikanischen Veranstalter AmaWaterways gebaut wurde. Die zeitgenössische Berichterstattung zur Ablieferung beschreibt eine Arbeitsteilung der Werft Vahali: Das Schiffskasko entstand bei Vahali in Serbien; nach dem Transport in die Niederlande wurde das Schiff am Vahali-Standort in Gendt fertiggebaut und ausgerüstet. Der Beitrag zählt die AmaMora als elftes Schiff der von Vahali gebauten AmaWaterways-Reihe. Deren erstes Schiff, die AmaCerto, war 2012 in Dienst gestellt worden.
Abmessungen und Antrieb
Der 2019 veröffentlichte Bericht nennt eine Länge von 135 Metern und eine Breite von 11,45 Metern. Zwei Caterpillar-C32-Motoren mit jeweils 895 Kilowatt beziehungsweise 1.217 PS treiben zwei gegenläufige Veth-Z-Drives an. Für die Auslieferungszeit führt der Artikel 164 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder an; außerdem nennt er 78 reguläre Kabinen und vier Suiten.
Gestaltung und Bordleben
Der Entwurf der Baureihe greift laut dem Werftporträt Gestaltungsideen eines Riva-Schnellboots auf. Als Beispiele nennt der Autor die miteinander verbundenen Bereiche von Rezeption und Bar, deren Form an den Rumpf eines Schnellboots erinnert. Im Interieur werden hochwertige, glänzende Hölzer verwendet. Der Eingangsbereich verbindet einen Marmorboden mit einem Empfang aus Holz, einem verchromten Aufzug und einem Kronleuchter. Auf dem Sonnendeck gehören ein Pool mit Bar und Sitzplätzen im Wasser zu den beschriebenen Angeboten. Hinzu kommen ein Fitnessraum und Fahrräder für Ausflüge an Land, teils mit Reiseleitung.
Bau und Betrieb
Der Ablieferungsbericht von 2019 ordnete die AmaMora vorwiegend den Flüssen Rhein, Main und Donau zu und nennt für die erste Einsatzzeit die Strecke zwischen Amsterdam und Basel. Er unterscheidet dabei auch die betrieblichen Aufgaben: AmaWaterways erscheint als Auftraggeber, während Rivertech nach der Ablieferung das Schiffsmanagement übernehmen sollte. Rivertech war laut Artikel für die nautische Besatzung, deren Weiterbildung, technische Wartung und Liegeplätze zuständig. Für den Bau werden außerdem einzelne Gewerke benannt: Willemsen Interieurbouw fertigte den Innenausbau, Klimaatservice installierte Heizungs-, Klima- und Wassersysteme, Van Tiem Elektro die elektrischen Anlagen und Veth Propulsion die Antriebe.