Dnepr
MS Dnepr, das ab Januar 2009 als Dnipro bezeichnete Flusskreuzfahrtschiff.
Schiff ansehen: DneprKreuzfahrt-Reederei
Izmail (UA)
Die Ukrainian Danube Shipping Company (UDP) entstand 1944 für den Transport auf der Donau. Zu ihrer Geschichte gehören Fluss- und Seepassagierdienste; die Passagierflotte ist laut UDP seit 2022 stillgelegt.

MS Dnepr, das ab Januar 2009 als Dnipro bezeichnete Flusskreuzfahrtschiff.
Schiff ansehen: Dnepr
Die Moldavia ist ein ukrainisches Flusskreuzfahrtschiff von UDP. Gebaut 1979, fuhr sie ursprünglich als Moldaviya.
Schiff ansehen: Moldavia
Die Ukraina ist ein 1979 gebautes Flusskreuzfahrtschiff der ukrainischen Donau-Reederei UDP. Seit 2022 liegt das Passagierschiff laut Reederei still.
Schiff ansehen: Ukraina
Die Volga (ENI 42000003) wurde 1970 gebaut und 1993 grundlegend renoviert. Laut UDP ist die Passagierflotte seit 2022 aufgelegt; Volga dient in Ismajil als vorübergehende Unterkunft.
Schiff ansehen: WolgaDie Ukrainian Danube Shipping Company (UDP) wurde am 14. Oktober 1944 als sowjetische Donauschifffahrtsgesellschaft gegründet, um während des Zweiten Weltkriegs Truppen, Ausrüstung und zivile Güter auf der Donau zu befördern. Neben der Fracht- und späteren Seeschifffahrt betrieb das Unternehmen Passagierverbindungen auf Flüssen und zur See. UDP erklärt, dass die Passagierflotte seit 2022 aufgelegt ist. UDP gehört damit zu den Reedereien mit Fracht- und Passagiergeschichte.
Zu Beginn nutzte die neu gegründete Gesellschaft erbeutete Schiffe. In den 1950er- und 1960er-Jahren wurden 75 neue Schlepper und Schubschiffe gebaut, darunter Typen wie Kiew, Riga und Korneuburg. In den 1970er- und 1980er-Jahren erhielt die Flussflotte leistungsstärkere Schubschiffe und selbstfahrende Trockenfrachter. Zu den regelmäßig transportierten Gütern gehörten Metall, Getreide, Erz und Ausrüstung. Damit war UDP nicht nur eine Passagierreederei, sondern vor allem ein Transportbetrieb für wirtschaftliche und militärische Versorgung auf der Donau.
Ab den 1950er-Jahren baute das Unternehmen auch den Einsatz auf See aus; neue Baureihen umfassten Gemüse-, Trockenfracht- und Containerschiffe. In den 1990er-Jahren erhielt die Flotte sechs in Portugal gebaute Seetrockenfrachter. Von den späten 1970er- bis Ende der 1980er-Jahre beteiligte sich UDP an der internationalen Organisation Interlighter: Güter wurden direkt aus Donauländern zu Häfen im Schwarzen und Mittelmeer, Roten Meer, Südostasien sowie Nord- und Ostafrika befördert. Diese Verbindung von Fluss- und Seetransport prägte das Unternehmen über sein touristisches Angebot hinaus.
Eine frühere touristische Linie trug den Namen „From the Alps to the Black Sea“. Zunächst verkehrten darauf die Flussschiffe Amur und Dunai sowie die Seeschiffe Belinskii und Osetia. Später kamen die damals modernen und komfortablen Schiffe Volga, Dnipro, Ukraina und Moldavia hinzu; auch das Seeschiff Aivazovskii war im Passagierbereich eingesetzt. Die Linie verband Binnengewässer mit einer Seestrecke bis zum Schwarzen Meer. Diese historischen Donaukreuzfahrten ergänzten das Angebot europäischer Flussreisen.
UDP führt fünf Passagierschiffe in seiner Flottenübersicht. Das Unternehmen erklärt, dass Passagiertransporte seit 2014 unrentabel waren und die Flotte seit 2022 aufgelegt ist. Die Dnipro wird in Izmail als vorübergehende Unterkunft genutzt. Ukraina und Moldavia liegen ebenfalls auf; UDP nennt für eine mögliche spätere Nutzung auf Flussreisen eine Modernisierung als Voraussetzung.
Nach der Unabhängigkeit der Ukraine erhielt das Unternehmen am 20. November 1991 seinen heutigen Namen. 2001 wurde es laut eigener Chronik zum nationalen Frachtführer ernannt. Ab Ende Februar 2022 wurde die zuvor ungenutzte Schub- und Schlepperflotte laut UDP wiederhergestellt. Für 2023 meldete das Unternehmen 24 selbstfahrende Schiffe im Einsatz und mehr als 200 nicht selbstfahrende Einheiten. In den 1990er-Jahren hatten Wirtschaftskrise, das Embargo gegen Jugoslawien und die Unterbrechung der regelmäßigen Schifffahrt nahe Novi Sad den Güterverkehr erschwert. Seit den 2000er-Jahren gab es Versuche, die Flotte zu erneuern und den Bau von Flusskähnen wieder aufzunehmen; zwei bei Kilia begonnene Seeschiffe wurden jedoch nicht fertiggestellt.
Schiffe dieser Reederei.