Schleusen auf Kreuzfahrtrouten: Höhenstufen, Wartezeiten und Streckenabhängigkeit
Auf Flüssen und Kanälen können sich Wasserstände an Wehren, Stufen oder durch das Gelände unterscheiden. Eine Schleuse verbindet solche Abschnitte: Das Schiff fährt in eine abgedichtete Kammer, deren Wasserstand angehoben oder abgesenkt wird. Sobald er dem Wasserstand des nächsten Abschnitts entspricht, kann das Schiff ausfahren. Eine Reise mit mehreren Höhenstufen kann deshalb mehrere Schleusungen umfassen.
Wie eine Schleuse den Höhenunterschied ausgleicht
Eine Schleusenkammer hat Tore an beiden Enden und regulierbare Wasserzuflüsse oder -abläufe. Für eine Fahrt aufwärts wird Wasser in die Kammer geleitet; für die Fahrt abwärts wird Wasser abgelassen. Das Schiff bewegt sich dabei mit dem Kammerwasser nach oben oder unten. Eine Schleuse ist damit keine Hebebühne: Der Wasserstand in der Kammer wird verändert.
Warum Wartezeiten variieren
Eine feste Durchfahrtsdauer lässt sich nicht für jede Schleuse angeben. Wartezeiten hängen unter anderem davon ab, wann ein Schiff ankommt, ob die Kammer für mehrere passende Fahrzeuge gemeinsam genutzt wird, welche Betriebszeiten gelten und ob eine Anlage gerade eingeschränkt oder außer Betrieb ist. Niedrige Wasserstände oder andere betriebliche Bedingungen können den Ablauf zusätzlich begrenzen. Amtliche Schleuseninformationen veröffentlichen solche örtlichen Betriebs- und Verkehrshinweise; sie können sich ändern.
Welche Schleusen eine Flusskreuzfahrt passiert und wie viele Höhenstufen dabei überwunden werden, richtet sich nach der konkreten Wasserstraße und dem Reiseverlauf. Angaben zu einem einzelnen Schleusenstandort lassen sich daher nicht auf die gesamte Route übertragen.