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Wissensportal · Lexikon und Grundlagen

Schiffsstabilität als Konstruktionsgrundlage

Stabilität ist die Fähigkeit eines Schiffs, auf eine Neigung oder eine äußere Kraft zu reagieren. Wenn Wind, Wellen oder eine Gewichtsverlagerung das Schiff krängen, verändert sich die Lage des Auftriebs. Zusammen mit dem Gewichtsschwerpunkt bestimmt das, ob ein aufrichtendes Moment entsteht und wie groß es ist.

Gewicht und Auftrieb

Das Gewicht des Schiffs wirkt durch seinen Schwerpunkt nach unten. Das verdrängte Wasser erzeugt Auftrieb nach oben. Solange sich diese Kräfte im Gleichgewicht befinden, schwimmt das Schiff in einer bestimmten Lage. Wird es geneigt, verschieben sich die wirksamen Angriffslinien; daraus kann eine Rückstellwirkung entstehen.

Aufrichtender Hebel und Stabilität

Die IMO-Stabilitätsregeln verwenden unter anderem die metazentrische Höhe und den aufrichtenden Hebel (GZ), um Stabilitätseigenschaften zu beurteilen. Diese Größen hängen vom Schiffszustand, der Geometrie und der Beladung ab. Stabilität ist daher kein einfacher Festwert, der unabhängig von Wasser, Ladung und Betriebszustand gilt.

Konstruktion und Betrieb

Rumpfform, Unterteilung, Schwerpunktlage, freie Flüssigkeitsoberflächen und die vorgesehene Beladung können die Stabilität beeinflussen. Die IMO-Regeln behandeln deshalb neben Kriterien gegen Kentergefahr auch Einflüsse wie Wind, Rollen, Vereisung und wasserdichte Integrität.

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