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Wissensportal · Lexikon und Grundlagen

Freibord und Lademarken

Freibord und Tiefgang beschreiben verschiedene Abstände am Schiff. Der Tiefgang reicht von einer Bezugslinie des Rumpfs bis zur Wasserlinie. Der Freibord bezieht sich dagegen auf den Abstand zwischen einer zugewiesenen Lademarke und dem Freiborddeck.

Freibord und Freiborddeck

Das Freiborddeck ist das maßgebliche Deck, von dem aus die Freibordmarken bestimmt werden. In der IMO-Definition ist das Freibord die senkrechte Entfernung von der Freibord-Decklinie zur Oberkante der zugehörigen Lademarke. Ein größerer Freibord bedeutet mehr sichtbare Rumpfhöhe über dieser Lademarke; er ist kein Synonym für den aktuellen Tiefgang.

Lademarken und zulässige Beladung

Die zugewiesenen Lademarken werden nach der internationalen Load-Line-Konvention amidships an beiden Schiffsseiten zusammen mit der Decklinie angebracht. Ihre Funktion ist, die zulässige Beladung unter den jeweils geltenden Zonen- und Saisonbedingungen zu begrenzen. Das Freibordprinzip trägt zur Reserve an Auftrieb bei; die Vorschriften berücksichtigen außerdem Stabilität, Rumpfbeanspruchung und die wasserdichte Integrität unterhalb des Freiborddecks.

Die Marken sind daher keine Tiefenanzeige für ein Hafenbecken und sagen allein nichts über die Wassertiefe unter dem Kiel aus. Für ihre genaue Auslegung sind die am Schiff zugewiesenen Kennzeichen und die einschlägigen Vorschriften maßgeblich.

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