Batterie- und Hybridantriebe auf Schiffen
„Batterieantrieb“ sagt zunächst, dass elektrische Energie in Batterien gespeichert und für den Antrieb genutzt wird. Bei einem vollelektrischen Schiff kommt die Energie sowohl für den Vortrieb als auch für die Hilfsverbraucher aus Batterien. Ein Hybridantrieb kombiniert dagegen Energiespeicher mit einer konventionellen Energiequelle, etwa einem Verbrennungsmotor.
Vollelektrisch und hybrid
Beim vollelektrischen System liefern die Batterien den Strom für die Fahrmotoren; ein Energiemanagementsystem verteilt und überwacht die Energie. Die Batterien müssen zuvor geladen worden sein. Bei einem Hybrid kann der Verbrennungsmotor je nach Anordnung mechanisch oder über Generatoren elektrische Energie bereitstellen, während die Batterie Energie speichert und bei Bedarf abgibt.
Ein Plug-in-Hybrid kann seine Batterien zusätzlich über einen Landanschluss laden. Ein konventioneller Hybrid muss dafür nicht zwingend an Land angeschlossen werden: Die Batterien können auch an Bord geladen werden. „Hybrid“ bezeichnet somit eine Kombination von Energiequellen oder Energiepfaden, aber nicht einen einzigen festgelegten Betriebsmodus.
Betriebsmodi sind systemabhängig
Je nach Konstruktion kann ein Schiff zeitweise nur Batterieenergie nutzen, der Motor kann die Batterie ergänzen oder die Batterie kann kurzfristige Lastspitzen abdecken. Welche Betriebsarten möglich sind, hängt von Batteriekapazität, Motoren, Generatoren, Leistungselektronik und Steuerung ab. Aus der Bezeichnung „Hybrid“ lassen sich weder Reichweite noch Dauer eines rein elektrischen Betriebs ableiten.
Energiequelle und Antrieb unterscheiden
Die Batterie ist ein Speicher, kein Primärenergieträger. Ein batterieelektrisches Schiff kann am Landstrom laden; ein Hybrid kann Strom auch an Bord erzeugen. Für die Einordnung sind deshalb zwei Fragen hilfreich: Woher kommt die Energie, und welcher Motor erzeugt daraus den Vortrieb?