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Savona testet neue Landstromanlage am Palacrociere

Am Kreuzfahrtterminal Palacrociere in Savona sind die Anschluss- und Trockentests für die neue Landstromanlage erfolgreich verlaufen. Das meldete MedCruise am 6. November 2026. Der Bau der rund zehn Millionen Euro teuren Anlage ist dem Bericht zufolge abgeschlossen. Bei den Tests erhielten die angeschlossenen Schiffe noch keinen Strom; erreicht wurde damit ein weiterer Prüfschritt auf dem Weg zur regulären Versorgung.

Fertige Infrastruktur mit Solar- und Speichertechnik

Zur abgeschlossenen Infrastruktur gehört nach Angaben von MedCruise auch ein Smart Grid mit Photovoltaik und Stromspeichern. Diese Komponenten ergänzen die eigentliche Landstromanlage. Die Meldung beschreibt damit sowohl den Anschluss am Terminal als auch die zugehörige Energieinfrastruktur, deren Installation beendet ist.

Für die Einordnung ist der Unterschied zwischen Bauabschluss und Energieübertragung entscheidend. Ein Trockenlauf erprobt den Verbindungsablauf, bevor elektrische Leistung an das Schiff abgegeben wird. Die erfolgreichen Tests in Savona zeigen daher einen konkreten Stand der technischen Vorbereitung. Eine bereits laufende regelmäßige Stromversorgung der Kreuzfahrtschiffe wurde mit dieser Meldung noch nicht bekanntgegeben.

Wie der Strom an Bord gelangt

Landstrom, auch Onshore Power Supply oder OPS genannt, verbindet die elektrische Versorgung eines Schiffs am Liegeplatz mit einer Anlage an Land. Das Bordnetz versorgt währenddessen weiterhin Klimatisierung, Beleuchtung, Küchen, Pumpen und weitere Verbraucher. Die Energiequelle wechselt, während die Aufgaben dieser Bordsysteme bestehen bleiben.

Dafür müssen unter anderem Anschluss, Spannung, Frequenz und Schutzsysteme zusammenpassen. Je nach Auslegung übernehmen Transformatoren und Frequenzumrichter die Anpassung. Die IMO-Leitlinien von 2023 sehen eine Kompatibilitätsbewertung beziehungsweise technische Analyse vor. Fachpersonal stimmt den Übergang ab, bevor die Last von den Generatoren auf die Landverbindung verlagert wird. Vor dem Ablegen wird wieder auf die Bordversorgung gewechselt und die Verbindung getrennt.

Bedeutung für Gäste und die Hafenstadt

Wenn ein geeignetes Schiff tatsächlich Landstrom bezieht, können die dafür eingesetzten Bordgeneratoren abgeschaltet oder entlastet werden. Dadurch können lokale Motorabgase und Geräusche während der Liegezeit sinken. Wie groß die Wirkung ausfällt, hängt vom ersetzten Betrieb ab; die Klimabilanz berücksichtigt zusätzlich die Herkunft des Stroms.

Savonas Investition betrifft damit die Energieversorgung während des Hafenaufenthalts. Sie ist für Gäste und Anwohner eine andere Frage als die Anreise zum Palacrociere oder der Fußweg zur Altstadt. Die Kombination aus Terminalanschluss und ergänzender Energieinfrastruktur schafft die Voraussetzungen für den späteren Einsatz. Für dessen Umfang werden die tatsächlich angeschlossenen Schiffe und die Stromübertragung im Betrieb maßgeblich sein.

Quellen & Redaktion

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