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Juneau plant neuen Kreuzfahrtanleger: Die nächste Planungshürde

Vorläufige Pachtentscheidung und geplanter Standort

Das Alaska Department of Natural Resources (DNR) veröffentlichte am 23. Oktober eine vorläufige Entscheidung für eine 25-jährige Pacht an Goldbelt. Sie betrifft rund 152 Acres, also etwa 61,5 Hektar staatseigener Gezeiten- und Unterwasserflächen am nordwestlichen Ufer von Douglas Island in Stephens Passage. Der Standort liegt rund 9,3 Meilen oder 15 Kilometer westlich der Innenstadt von Juneau.

Goldbelt plant dort zwei Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe, Anlegestellen für kleinere Schiffe, einen Anleger für zurückkehrende Ausflugsboote, einen privaten Kleinboothafen und eine Slipanlage. Das DNR nimmt bis zum 23. November schriftliche Stellungnahmen entgegen. Danach kann die Behörde ihre vorläufige Entscheidung auf Grundlage der Kommentare ändern und anschließend eine endgültige Entscheidung treffen. Der Pachtvertrag ist ein Schritt in einem längeren Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Fischerei, öffentlicher Zugang und Bauauflagen

Die DNR-Prüfung behandelt neben der Hafennutzung auch Auswirkungen auf Krabbenfischerei, öffentlich zugängliche Uferbereiche und Umweltbelange. Der lokale Bericht der Juneau Independent beschreibt zeitliche Einschränkungen für bestimmte Bauarbeiten sowie Anforderungen zum Schutz von Bären und zur Lagerung von Abfall und Treibstoff. Für einen öffentlichen Zugang am Ufer sieht die vorläufige Entscheidung eine mögliche saisonale Schließung vor, wenn sie aus Sicherheitsgründen erforderlich ist.

Goldbelt muss zudem Genehmigungen weiterer Stellen einholen und Arbeiten an Land abstimmen. Das Unternehmen strebt eine Eröffnung zur Kreuzfahrtsaison 2028 an. Sein Geschäftsführer teilte der Juneau Independent mit, dass dafür noch Genehmigungen und die Bauplanung zu klären seien; ein bestätigter Eröffnungstermin liegt bislang nicht vor. Der 2028er Saisonbeginn ist damit ein Unternehmensziel innerhalb eines noch laufenden Genehmigungsprozesses.

Geplanter Standort und mögliche Besucherströme

Wird der Anleger gebaut, lägen die Kreuzfahrtliegeplätze auf West Douglas, rund 15 Kilometer westlich des Stadtzentrums. Der Ort wäre damit ein zusätzlicher möglicher Ausgangspunkt für Besuche in der Region. Lage und Größe des Vorhabens machen die Frage relevant, wie Gäste zwischen Anleger, Juneau und Ausflugszielen verteilt würden; konkrete Transfers und Reiseabläufe hängen von der späteren Umsetzung und den Angeboten der Betreiber ab.

Goldbelt beschreibt das Projekt als Möglichkeit, bestehende Kreuzfahrtbesuche anders zu verteilen. In Juneau wird laut Juneau Independent zugleich diskutiert, ob der Hafen Besucherströme aus dem Zentrum verlagern oder zusätzliche Passagierbewegungen anziehen könnte. Diese Fragen stehen neben der laufenden Pachtprüfung im kommunalen und öffentlichen Planungsprozess.

Für die nächsten Schritte sind zunächst die Stellungnahmen bis zum 23. November und die anschließende Entscheidung des DNR maßgeblich. Weitere Genehmigungen und Bauarbeiten bestimmen danach, ob der geplante Hafen zur Saison 2028 Gäste empfangen kann. Für künftige Juneau-Reisen könnte der geplante Hafenstandort die Lage des Landgangs verändern; die konkreten Folgen hängen von der endgültigen Planung und dem späteren Einsatz der Liegeplätze ab.

Quellen & Redaktion

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