Kreuzfahrthafen
Gdynia: Kreuzfahrtkai am Französischen Kai
Orientierung zum Kreuzfahrtkai an der Nabrzeże Francuskie, zur Uferzone, den Bahnhöfen und zum Flughafen Gdańsk.
Hafenkarte Gdynia
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Kreuzfahrtkai am Französischen Kai
Der Französische Kai, Nabrzeże Francuskie, liegt im nördlichen Handelshafen von Gdynia an der ul. Polska 1. Dort befindet sich die historische Marine-Station mit dem Emigrationsmuseum, nahe dem Hafenmeisterbüro; von der Museumsterrasse reicht der Blick zum Hafenbecken am Kai. Am Kai legen Kreuzfahrtschiffe an. Der öffentliche Fährterminal liegt getrennt davon an der ul. Polska 4. Gdynia gehört zu den Kreuzfahrthäfen an der Ostsee, einem der Seegebiete für Kreuzfahrten.
Der Hafenbau gehört zur jüngeren Stadtgeschichte. 1920 bestimmte Tadeusz Wenda Gdynia als Standort für den polnischen Hafen. Polen brauchte einen Seehafen für Waffenimporte, die Marine, den Migrationsverkehr und den Warenexport. In den folgenden gut zwölf Jahren entstand ein großer Hafen mit Aufgaben für Flotte, Verkehr, Handel, Industrie und Dienstleistungen. Parallel wuchs Gdynia vom Seebad mit rund 1.300 Einwohnern zu einer Stadt mit 127.000 Einwohnern. Staatliche Unterstützung und private Investitionen trugen die Entwicklung; der Modernismus prägte die Architektur der neuen Stadt. Der Einfluss des Hafens reichte über Gdynia hinaus nach Pommern, in andere Teile Polens und in den Ostseeraum.
Skwer Kościuszki und Molo Południowe
Der Skwer Kościuszki ist das touristische Zentrum Gdynias. Vom Platz führt das Molo Południowe als Verlängerung in Richtung Ostsee.
Gdynia Główna und der Fernbusbahnhof
Der Hauptbahnhof Gdynia Główna befindet sich an der Plac Konstytucji 1. Stadtbusse halten direkt vor dem Bahnhof. Der Fernbusbahnhof Gdynia Dworzec Autobusowy liegt ebenfalls an dieser Adresse unmittelbar neben dem Bahnhofsgebäude.
Marine-Station und Auswanderung
Die 1933 errichtete Marine-Station am Französischen Kai wurde im Stil der Moderne gestaltet. Sie diente dem Auswandererverkehr; polnische Ozeanliner wie die MS Batory legten dort an. Eigene Gleisanschlüsse auf beiden Seiten unterstützten die Aufgaben der Station und des Transitlagers, darunter Auswanderung, Transit, Fracht und Lagerung. Im Zweiten Weltkrieg beschädigten Luftangriffe den Nordwestteil des Gebäudes. Die Rekonstruktion und Umnutzung von Station und Transitlager begann im Mai 2013 nach den ursprünglichen Bauplänen von 1933; dabei wurde die fehlende Nordwestecke ergänzt. Ein verglaster Steg am Transitlager nimmt architektonisch Bezug auf die früheren Gangways zu den Schiffen.
Das Emigrationsmuseum eröffnete am 16. Mai 2015 in der umgenutzten Marine-Station. Ein Modell der Batory gehört zur Ausstellung. Die Sammlung umfasst außerdem 220 Fotografien von Florian Staszewski, die zwischen 1947 und 1967 an Bord der Batory entstanden.
Flughafen Gdańsk und regionale Anbindung
Der Flughafen Gdańsk Lech Wałęsa liegt südwestlich von Gdynia im Landesinneren. Die Bahnverbindung nach Gdynia führt über Wrzeszcz oder Osowa.