Kreuzfahrthafen
Kotor: Kreuzfahrthafen, Altstadt und maritime Geschichte
Kreuzfahrtkai an der Altstadt, Busbahnhof und Flughafen Tivat sowie Befestigung, Schifffahrtsmuseum und Archivgeschichte Kotors.
Hafenkarte Kotor
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Kotor liegt in Montenegro am innersten Ende der Bucht zwischen dem Meer, der Škurda und dem Hügel Sveti Ivan. Der Kreuzfahrthafen grenzt an die Altstadt, rund 100 Meter vom Stari Grad entfernt. Zur Infrastruktur gehören zwei Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe und drei Ankerplätze. Liegeplatz 1 ist der Hauptkai, während der kleinere Liegeplatz 2 in der Škurda für kleinere Schiffe, Megayachten und Fähren vorgesehen ist. Für Ankerplätze bietet der Hafen Passagiertransfers an.
Altstadt und Stadtmauer
Die Festungsanlage zieht sich bis zur Festung San Giovanni auf dem 260 Meter hohen Sveti Ivan. Ihre Baugeschichte umfasst byzantinische, Nemanjić- und venezianische Perioden. Drei Tore führen in die ummauerte Altstadt; das Seetor wurde 1555 im Renaissancestil erneuert und öffnet sich zur Uferpromenade. Die UNESCO führt seit 1979 die Natur- und kulturhistorische Region Kotor als Welterbe; das bezeichnet ein genau abgegrenztes Gebiet im inneren Südosten der Bucht, darunter die historischen Orte Kotor und Perast. Im Mittelalter war der Naturhafen ein Handels- und Kunstzentrum. Steinmetz- und Ikonenmalereischulen sowie Goldschmiedekunst und Architektur wirkten über die Bucht hinaus an der Adriaküste. Das Erdbeben von 1979 beschädigte Stadtmauern und romanische Kirchen; historische Bereiche wurden anschließend unter Beteiligung der UNESCO restauriert.
Busbahnhof südlich der Altstadt
Der von Autoboka betriebene Busbahnhof liegt südlich der Altstadt und des Hauptkais. Er dient dem nationalen und internationalen Busverkehr und verfügt über zehn Plattformen. Die angegebene Adresse lautet Ul. Put Prvoborca bb. Der Flughafen Tivat liegt rund acht Kilometer südwestlich von Kotor.
Schifffahrtsmuseum und historisches Archiv
Das Schifffahrtsmuseum Montenegros befindet sich im barocken Grgurina-Palast im Zentrum der Altstadt. Dort ist eine venezianisch geprägte Raumordnung mit vier Zimmern um einen zentralen Salon erhalten. Die Sammlung wurde 1900 erstmals öffentlich gezeigt und 1938 erweitert. Sechs Bronzereliefs im Eingangsbereich behandeln Personen und Ereignisse vom 16. bis zum 19. Jahrhundert; alte Karten und Stadtpläne gehören ebenfalls zu den Sammlungsobjekten. Die Hauptausstellung widmet sich der maritimen Tätigkeit und dem Handel Kotorer Seefahrer im 16. bis 18. Jahrhundert.
Zum kulturellen Erbe gehört auch das historische Archiv. Es bewahrt 182 Gerichts- und Notariatsbücher aus dem 14. bis 19. Jahrhundert; eine Buchserie reicht bis 1326 zurück, die älteste erhaltene Notariatsurkunde stammt aus dem Jahr 1309. Die Bestände dokumentieren Eigentum und Rechtsgeschäfte von Bürgern und Institutionen sowie wirtschaftliche und soziale Verhältnisse.