Kreuzfahrthafen
Viviers an der Rhône: Flusskai, Bischofssitz und Handelsstadt
Der Kreuzfahrtkai am Rhôneufer, die Geschichte des Bischofssitzes und die Handelsstadt Viviers.
Hafenkarte Viviers
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Viviers am Zusammenfluss
Viviers liegt am Rhôneufer am Zusammenfluss des Escoutay, eines typischen Cevennenflusses. Hier treffen auch der alte Rhônearm und der kanalisierte Arm wieder zusammen. Bei Flusskreuzfahrten führt CroisiEurope Viviers als Station einer Rhône-Reise auf, die Lyon, Mâcon, Vienne, Avignon, Arles, Viviers und Tournon verbindet.
Flusskai und Sportboothafen
Am Flusskai können Handels- und Kreuzfahrtschiffe festmachen; daneben gibt es einen Sportboothafen.
Vom Bischofssitz zur Handelsstadt
Der Ortsname erinnert an Fischteiche, die einst die nahe gallorömische Stadt Alba versorgten; im Château-Viertel sind Spuren römischer Besiedlung erhalten. Im 5. Jahrhundert verlegte der Bischof seinen Sitz von Alba nach Viviers. Rund um das Bistum entwickelte sich die Stadt auf zwei Ebenen: Das Kanonikerviertel lag in der Oberstadt, die Wohnhäuser der Bürger staffelten sich am Hang und in der Unterstadt.
1307 kam Viviers zum Königreich Frankreich. Im 15. und 16. Jahrhundert gewannen Kaufleute und Handwerker Einfluss; die Stadt expandierte und verstärkte ihre Befestigungen gegen Angriffe des Hundertjährigen Kriegs. In der Renaissance ließ Bischof Claude de Tournon den Chor der Kathedrale erneuern. Noël Albert, durch den Salzhandel auf der Rhône wohlhabend geworden und Eigentümer der Maison des Chevaliers, bemächtigte sich während der Religionskriege der Stadt; seine Truppen zerstörten Teile der Kathedrale.
Stadtbild und Rhône-Reise
Der Bischofspalast, den François Renaud de Villeneuve Mitte des 18. Jahrhunderts errichten ließ, dient heute als Rathaus. Aus derselben Zeit stammen weitere Stadtpalais oder ihre damaligen Erneuerungen. Das Hôtel de Beaulieu besitzt eine Fassade mit 24 Fenstern, die mit Maskenköpfen verziert sind. Während der Französischen Revolution legte Bischof Charles de La Font de Savine den Eid ab; das Bistum wurde aufgehoben und die Diözese Viviers rund drei Jahrzehnte lang der Diözese Mende zugeordnet.
Eine am 16. September 2024 veröffentlichte Präfekturkarte fasst für Abschnitte der Rhône bei Viviers, Châteauneuf-du-Rhône und Donzère Regeln für Wassersport mit Umwelt- und Denkmalschutzbereichen zusammen; sie markiert die Brücke bei Flusskilometer 166,5. Im genannten CroisiEurope-Reiseverlauf liegen Lyon und Avignon als weitere Stationen.