Kreuzfahrthafen
Rouen Kreuzfahrthafen: Seine-Anleger und Stadtgeschichte
Drei Anlegestellen für Flussschiffe, Kathedrale und Jeanne d’Arc: Rouen an der Seine.
Hafenkarte Rouen
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Rouen liegt an der Seine und ist ein Ziel für Flusskreuzfahrten in der Normandie in Frankreich. Der Kreuzfahrthafen verfügt über drei von der örtlichen Tourismusinformation benannte Anlegestellen für Flussschiffe: Quai Pierre-Corneille, Quai de la Bourse und Quai de Boisguilbert.
Seinehafen und Stadtgeschichte
Der Flussbezug führt in eine Stadt mit Spuren verschiedener Epochen. Rouen bewahrt Zeugnisse der Wikingerzeit, mittelalterliche Fachwerkhäuser und gotische Bauten. Die Kathedrale Notre-Dame entstand auf älteren kirchlichen Fundamenten: Unter dem Bau aus dem 12. Jahrhundert lagen eine Basilika aus dem 4. Jahrhundert und ein romanisches Ensemble aus dem 11. Jahrhundert. Die asymmetrische Westfassade zeigt diese lange Bauentwicklung. Claude Monet hielt sie in einer bekannten Gemäldeserie fest.
Gros-Horloge und städtisches Handwerk
Ein weiteres Wahrzeichen verbindet Technik- und Sozialgeschichte: Der gotische Belfried des Gros-Horloge trägt seit dem späten 14. Jahrhundert die Stadtglocken und eine Uhr. Der Renaissance-Pavillon überbrückt die Straße mit einem flachen Bogen. Auf dem doppelten Zifferblatt gibt es nur einen Stundenzeiger; eine Kugel darüber zeigt die Mondphasen. Schafsmotive erinnern an Rouens Wollgewerbe, während das Osterlamm im Bogen auf das Stadtwappen verweist. Im Inneren werden der mittelalterliche Mechanismus und der Blick vom Belfried Teil der historischen Anlage.
Auch die jüngere Stadtgeschichte prägt das Zentrum. Brände und Bombardierungen beschädigten es zwischen 1940 und 1944. Der anschließende Wiederaufbau gab Rouen ein neues Erscheinungsbild und sollte zugleich sein architektonisches Erbe bewahren.
Auf den Spuren Jeanne d’Arcs
Jeanne d’Arc wurde während des Hundertjährigen Krieges gefangen genommen und nach Rouen gebracht. 1431 fand ihr Prozess im Umfeld des erzbischöflichen Komplexes statt; am 30. Mai wurde sie auf dem Place du Vieux-Marché hingerichtet. Eine Route der örtlichen Tourismusinformation verbindet den Donjon, die Abtei Saint-Ouen, den erzbischöflichen Komplex und den Vieux-Marché. In Saint-Ouen widerrief Jeanne d’Arc, bevor das Endurteil im erzbischöflichen Gerichtssaal verkündet wurde. Der Rehabilitierungsprozess folgte 25 Jahre nach ihrem Tod; 114 Zeugen wurden gehört. Das Historial Jeanne d’Arc stellt Verurteilung und Rehabilitierung in den Räumen des erzbischöflichen Komplexes dar.