Kreuzfahrthafen
Schweinfurt Kreuzfahrthafen: Mainlände, Altstadt und Stadtgeschichte
Schweinfurt am Main: Orientierung am Kreuzfahrtanleger Mainlände, Renaissance-Rathaus, Zürch, Industriegeschichte und Kultur.
Hafenkarte Schweinfurt
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Schweinfurt am Main: Hafen und Stadt
Binnenkreuzfahrtschiffe legen in Schweinfurt an der Mainlände an. Die Gutermannpromenade ist davon getrennt: Dort können Sport- und private Motorboote anlegen. Der Main verläuft südöstlich des historischen Zentrums; die Mainlände liegt östlich der Maxbrücke bei Am Zollhof und Alter Bahnhofstraße. Marktplatz und Rathaus liegen weiter landeinwärts.
Altstadt und Zürch
Am Marktplatz steht das zwischen 1570 und 1572 errichtete Renaissance-Rathaus; auf dem Platz befindet sich auch das Rückert-Denkmal. Friedrich Rückert wurde 1788 in Schweinfurt geboren. Von dort führen Gassen in das Viertel Zürch, dessen Wohn- und Handwerkshäuser einen kleinteiligeren Stadtbereich bilden.
Der Name Schweinfurt ist 791 urkundlich belegt. Im 12. Jahrhundert entstand westlich einer älteren markgräflichen Siedlung die Reichsstadt. 1397 erhielt die Stadt Rechte zur Nutzung des Mains, 1542 schloss sie sich der Reformation an. Nach der Zerstörung von 1554 wurde Schweinfurt über Jahrzehnte wiederaufgebaut. 1609 trat die Stadt der Protestantischen Union bei; im Dreißigjährigen Krieg wurde sie wiederholt von kaiserlichen und schwedischen Truppen besetzt. 1652 gründeten die vier Schweinfurter Ärzte Johann Laurentius Bausch, Johann Michael Fehr, Georg Balthasar Wohlfarth und Georg Balthasar Metzger die Academia Naturae Curiosorum, aus der die heutige Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina hervorging.
Industrie und Kultur
1853 erfand Philipp Moritz Fischer das Tretkurbelfahrrad; 1883 entwickelte Friedrich Fischer die Kugelschleifmaschine, den Ausgangspunkt der Wälzlagerindustrie. 1890 gründeten Fries & Höpflinger eine Kugellagerfabrik; 1895 wurde die Firma Fichtel & Sachs gegründet. 1903 erfand Ernst Sachs die Torpedo-Freilaufnabe. 1909 übernahm Georg Schäfer die Firma Kugelfischer. 1929 entstand die Vereinigte Kugellagerfabriken AG, die 1953 in SKF Kugellagerfabriken GmbH umbenannt wurde. Der Sachs-Motor gehört ebenfalls zu den technischen Entwicklungen der Stadt. Beim innerstädtischen Pflasterklang treten Liedermacher, Musikgruppen und Straßenkünstler an verschiedenen Orten auf.
Bahnhof, Bus und Mainorte
Der Hauptbahnhof liegt südwestlich des historischen Zentrums. Der Zentrale Omnibusbahnhof befindet sich am Roßmarkt; beide sind eigene Verkehrspunkte und vom Kreuzfahrtanleger getrennt. Am Main liegen auch die Hafenorte Miltenberg und Wertheim. Flusskreuzfahrten verbinden Hafenstädte und Flussabschnitte innerhalb größerer Fahrtgebiete.