Kreuzfahrthafen
Rüdesheim am Rhein: Anleger, Altstadt und Bahnhof
Anleger an der Hindenburgallee, Altstadt mit Drosselgasse und Niederwalddenkmal sowie der bestehende und geplante Bahnhof.
Hafenkarte Rüdesheim am Rhein
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Rüdesheim am Rhein und die Anleger
Rüdesheim liegt in Deutschland am nördlichen Rheinufer. Die Anleger 0 bis 6 liegen entlang der Hindenburgallee östlich der Altstadt und südlich des Hafenparks; Anleger 19 liegt weiter westlich. Die nummerierten Kais sind für Kreuzfahrtschiffe ausgewiesen.
Bahnhof und Hafenpark
Der bisherige Bahnhof liegt an Am Rottland westlich der Altstadt; der örtliche Bushalt befindet sich direkt nordöstlich daneben. Die Deutsche Bahn baut am Hafenpark, unmittelbar bei den Schiffsanlegern, eine neue Station. Sie soll den bisherigen Bahnhof ersetzen; die Fertigstellung ist bis Mitte Dezember 2026 vorgesehen. Die neue Station ist als barrierefreier Mobilitätshub geplant.
Altstadt und Drosselgasse
Die Drosselgasse ist 144 Meter lang. Historische Gasthäuser, Fachwerkhäuser mit Erkern, weinumrankte Lauben und Livemusik prägen die schmale Altstadtgasse. Rüdesheimer und Rheingauer Weine sowie regionale Spezialitäten sind Teil des gastronomischen Angebots. Der Adlerturm ist ein 20,5 Meter hoher spätgotischer Turm der alten Stadtbefestigung aus dem 15. Jahrhundert. Die katholische Kirche St. Jakobus wurde im 11. Jahrhundert erbaut und nach schweren Kriegsschäden 1944 in rheinischem Bruchstein-Mauerwerk wiederaufgebaut. Der Klunkhardshof ist ein monumentaler Fachwerkbau aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts; seine Rückwand war Teil der ältesten Ortsbefestigung. Die Brömserburg ist seit 1275 belegt und wurde 1640 teilweise zerstört.
Niederwalddenkmal
Das Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim wurde von 1877 bis 1883 nach Plänen des Dresdner Bildhauers Johann Schilling errichtet. Es erinnert an die Gründung des Deutschen Kaiserreichs nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Das Denkmal ist 38 Meter hoch; die Germaniafigur mit Kaiserkrone und Reichsschwert misst zwölf Meter. Die Einweihung fand im September 1883 statt. Die historische Zahnradbahn nahm 1884 den Betrieb auf und brachte bis 1939 Besucher hinauf; sie war die zweite touristische Zahnradbahn Deutschlands. Nach ihrer Zerstörung im Krieg wurde sie nicht wiederhergestellt. Seit 1954 führt eine Kabinenbahn zum Denkmal. Die Germaniarunde führt von der Ringmauer zum Denkmal. Von dort reicht der Blick rheinaufwärts bis ins Rhein-Main-Gebiet und zum Odenwald; gegenüber liegen Bingen und Bingerbrück an der Nahemündung.