Kreuzfahrthafen
Groß Neuendorf: Flusskreuzfahrt und Kulturhafen an der Oder
Einzelne Oder-Flussreisen führen nach Groß Neuendorf. Der frühere Güterhafen ist heute Kulturhafen mit Verladeturm, Förderbrücke und Angeboten für den Landgang.
Hafenkarte Groß Neuendorf
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Groß Neuendorf an der Oder
Groß Neuendorf liegt im Oderbruch an der Oder und gehört zu den Flussreisezielen in Deutschland. Sein Kulturhafen zeigt, wie eng die örtliche Geschichte mit Bahn und Schifffahrt verbunden ist. Die Oderbruchbahn diente dem Personenverkehr und brachte Güter zum Hafen; dort trafen Schienen- und Wasserweg aufeinander. Der Hafen wurde 1953 errichtet. Bereits um 1940 gab es einen hölzernen Vorgängerturm und eine Fährstelle zum gegenüberliegenden Oderufer. Ein Krangleis stammt aus dem Jahr 1913, ein zweiter Verladekran von 1928. Zum früheren Innenleben des Verladeturms gehörten Windkessel und Getreideheber. Hafenbilder zeigen den Turm 1968 und den Stillstand 1973.
Flusskreuzfahrten nach Groß Neuendorf
Plantours plant Groß Neuendorf als Halt einer zwölf Tage dauernden Reise der MS Sans Souci vom 4. bis 15. März 2027 ein. Die geplante Route beginnt in Berlin-Tegel und führt über Lehnitz, Lichterfelde, Frankfurt an der Oder, Eisenhüttenstadt, Cigacice, Beuthen, Glogau und Maltsch bis Breslau und zurück; Groß Neuendorf erscheint sowohl auf dem Weg flussaufwärts als auch auf der Rückfahrt. Der örtliche Anleger bietet außerdem Charterfahrten auf der Oder an, die im Kulturhafen starten.
Landgang im Kulturhafen
Bei einem Aufenthalt stehen die erhaltenen Hafenbauten und ihre heutigen Nutzungen im Mittelpunkt. Das Denkmalensemble wurde 2005 von Jens Plate Architekten saniert. Im Verladeturm befinden sich in den unteren drei Etagen ein Café und eine Ausstellung; die oberen vier Etagen werden als Ferienwohnung genutzt. Die frühere Förderbrücke dient als öffentliche Aussichtsplattform. Im ehemaligen Maschinenhaus sind Hotel und Restaurant untergebracht. So verbinden sich im früheren Güterhafen Aussicht, Ausstellung und Einkehr mit den sichtbaren Spuren des Warenumschlags.
Zum geschützten Hafengebiet gehören außerdem ein Landwirtschaftsmuseum und eine Kunstgalerie. Der ehemalige Getreidespeicher wird als Oderlandhalle genutzt, und umgebaute Bahnwaggons bieten Übernachtungsmöglichkeiten. Fahrrad- und Kanuverleih sowie eine Skateranlage ergänzen die örtlichen Freizeitangebote. Damit reicht das Spektrum vom kurzen Blick auf Kai, Turm und Förderbrücke bis zu längeren Aufenthalten mit Übernachtung oder Aktivitäten auf dem Wasser und an Land.