Kreuzfahrthafen
Zeebrugge: Kreuzfahrtterminal und Liegeplätze
ABC-Terminal, mögliche Liegeplätze an der Zweedse Kaai sowie Dorf, Bahnhof und Küstenviertel von Zeebrugge – getrennte Orte im Hafenraum.
Hafenkarte Zeebrugge
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Zeebrugge liegt in Belgien an der Nordsee und verbindet einen großen Hafen mit einem historischen Fischerort und einem Seebad. Das ABC-Terminal (Artes-Bruges-Cruise) an der Rederskaai ist die Passagiereinrichtung für Gäste der Kreuzfahrtschiffe.
ABC-Terminal und Zweedse Kaai
Das ABC-Terminal befindet sich an der Rederskaai 60. Der ABC-Turm war im Juni 2018 in Betrieb; seine ersten beiden Etagen waren für Kreuzfahrtgäste mit Check-in, Gepäckabfertigung, Wartebereichen und Grenzkontrolle eingerichtet. Der Kreuzfahrt-Liegeplatz an der Zweedse Kaai ist vom Terminal getrennt.
Dorf, Strand und Bahnhöfe
Zeebrugge-Dorp liegt südlich bis südöstlich des Terminals; der Bahnhof Zeebrugge-Dorp befindet sich südwestlich des Ortsteils. Das Strandviertel liegt weiter westlich an der Küste; der Bahnhof Zeebrugge-Strand ist ein eigener Haltepunkt. Die beiden Bahnhöfe bedienen unterschiedliche Ortsteile und sind nicht austauschbare Ausstiegspunkte.
Lokale Haltestellen am Hafen
Zeebrugge Kerk ist eine örtliche Straßenbahn- und Bushaltestelle am Übergang zwischen dem Gelände des Alten Fischmarkts und dem Dorf. Zeesluis liegt nahe der Zweedse Kaai; in der Umgebung befindet sich der Aussichtspunkt Swedish Quay. Der Alte Fischereihafen kann kostenlos besucht werden und veranschaulicht die lokale Fischereigeschichte neben dem heutigen Seehafen.
Hafengeschichte und Fischerei
Die Idee, Brugge wieder direkt mit dem Meer zu verbinden, entstand im 19. Jahrhundert. König Leopold II. eröffnete den Hafen 1907; der Name Zeebrugge bedeutet „Brugge am Meer“. Im Ersten Weltkrieg diente der Hafen als strategischer deutscher U-Boot-Stützpunkt. Während beider Weltkriege war Zeebrugge von deutschen Truppen besetzt. Nach 1945 entwickelte sich der Hafen stark weiter.
Der Angriff vom April 1918
In der Nacht vom 22. auf den 23. April 1918 griff die Royal Navy den deutsch besetzten Hafen an. Das Unternehmen sollte dessen Nutzung als Basis für U-Boote und Zerstörer einschränken. Drei ausgemusterte Kreuzer waren als Blockschiffe für den Zugang zum Zeebrugge-Kanal vorgesehen; zugleich sollte eine Landungseinheit die bewaffnete Hafenmole angreifen. Auch Freiwillige der australischen Marine beteiligten sich.
Brugge und der Küstenort
Das Kreuzfahrtziel Brugge liegt rund 20 Kilometer vom Kreuzfahrtterminal entfernt im Landesinneren; Zeebrugge selbst liegt an der Küste.