SCHIFFSPORTRÄT
MY Emanuel
Waterway Cruises Yachten
Die MY Emanuel: eine 1955 gebaute Fähre, die 2003–2005 zur Kabinenyacht umgebaut wurde.
MY Emanuel: von der Fähre zur Kabinenyacht
Die MY Emanuel ist eine Motoryacht für bis zu 35 Gäste. 1955 wurde sie in Split als Karlovac für Jadrolinija gebaut. Als Fähre bot sie Platz für 300 Passagiere und bediente Dubrovnik und die umliegenden Inseln. 1995 wurde die Karlovac als Schrott verkauft. Nach einer Liegezeit an verschiedenen kroatischen Orten begann 2003 bei MarineTech in der Türkei der Wiederaufbau; 2005 wurde er in Split abgeschlossen. Dabei erhielt das Schiff den Namen Emanuel. Die erste kommerzielle Kreuzfahrt folgte 2006.
Kabinen und Bordbereiche
Die Kabinenaufteilung umfasst 18 Außenkabinen auf zwei von drei Decks. Acht Kabinen liegen auf dem Unterdeck und messen zwischen 8,5 und zehn Quadratmetern. Die zehn Hauptdeckkabinen sind zwischen 9,4 und 10,5 Quadratmeter groß. Es gibt Kabinen mit zwei Einzelbetten und solche mit einem Doppelbett. Jede Kabine verfügt über eine eigene Dusche mit WC, einen Safe, einen Haartrockner, einen Fernseher und eine Klimaanlage. Ein Sonnendeck mit Sonnensegel und Liegen, eine Bar mit Außenterrasse sowie ein Panoramarestaurant mit großen Fenstern ergänzen die Innenräume.
Eine Reise entlang der kroatischen Küste
2015 führte eine 13-nächtige Reise mit sieben Crewmitgliedern entlang der kroatischen Adriaküste bis Dubrovnik. Die Gäste gingen nach einem Transfer aus Zagreb in Rijeka an Bord. Vor Beginn der eigentlichen Kreuzfahrt gehörte eine geführte Busfahrt durch Istrien zum Reiseprogramm. In Pula wurde das römische Amphitheater besucht. Auf einen Aufenthalt bei einer Familie mit Volksmusik und Mittagessen folgte ein Spaziergang durch die mittelalterliche Bergstadt Motovun. Währenddessen fuhr die Emanuel nach Opatija, wo die Gäste wieder an Bord kamen.
Die Kreuzfahrt durch die Adria führte anschließend über Mali Lošinj, Zadar, Trogir, Omiš, Pučišća, Vis, Korčula und Mljet. An den Häfen begleiteten örtliche englischsprachige Führungen die Landbesuche. In Pučišća gehörte der Besuch der Steinmetzschule zu den Ausflügen, auf Vis wurden die Höhlen besichtigt, die Tito im Zweiten Weltkrieg als Hauptquartier dienten. Badehalte in Buchten ergänzten die Hafenbesuche. Gegen Ende der Reise passierte das Schiff die Stadtmauern von Dubrovnik und ankerte für eine Nacht in der Bucht von Zaton.