Astor
Historisches Porträt der Astor von Transocean Tours: frühere Namen und Ende des Kreuzfahrtbetriebs 2020.
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München (DE)
TransOcean entwickelte sich aus der Bremer Passagierschifffahrt zur Kreuzfahrtmarke und endete 2020 mit der Insolvenz ihrer britischen Betreibergesellschaft.
Historisches Porträt der Astor von Transocean Tours: frühere Namen und Ende des Kreuzfahrtbetriebs 2020.
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Historisches Kreuzfahrtschiff Columbus (IMO 8611398), von 1989 bis 2020 unter mehreren Namen im Einsatz.
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TransOcean Kreuzfahrten war eine deutsche Kreuzfahrtmarke, deren Wurzeln zum 1954 in Bremen gegründeten Anbieter Transocean Tours zurückreichen. Die Marke und die Gesellschaften hinter ihr wechselten im Lauf der Zeit. Deshalb sind die Insolvenz des Vorgängers 2009 und das Ende der späteren Betreibergesellschaft 2020 zwei getrennte Einschnitte.
Der Bremer Veranstalter Transocean Tours geriet 2009 in einen Liquiditätsengpass. Ein unmittelbarer Anlass war die 2008 abgesagte 124-tägige Weltreise der Astoria: Während einer Werftzeit waren Schäden an der Antriebsmaschine entdeckt worden; 111 Passagiere waren für die Reise gebucht. Transocean verwies später auf noch ausstehende Versicherungszahlungen, zusätzliche Ausgaben für die Astor und geringere Einnahmen aus einem Chartervertrag für die Marco Polo. Im September 2009 beantragte das Unternehmen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Die Münchner Premicon AG, die zu jener Zeit Eigentümerin der Astor war und Flussschiffe finanzierte, wollte das Hochseeschiff und das Flussprogramm am Standort Bremen weiterführen. Zum 1. Dezember 2009 entstand dafür die neue Marke TransOcean Kreuzfahrten. Das erneuerte Unternehmen übernahm zugleich die Mozart aus der insolventen Flussschiffsparte der Peter-Deilmann-Reederei. Die Mozart fuhr für TransOcean auf der Donau; die Swiss Corona schied aus. Für das Programm 2010 wechselte die Bellevue von der Donau auf den Rhein, während die zuvor Bellavista genannte Maribelle für Rhône-Reisen vorgesehen war. Damit verband die Marke von Beginn an Hochsee- und Flussangebote.
Die Astor blieb das Hochseeflaggschiff. Nach einer Renovierung auf der Lloyd Werft in Bremerhaven kehrte sie im Sommer 2010 in den Dienst zurück. 2013 verlegte TransOcean seinen Sitz von Bremen zur Muttergesellschaft nach München; der Bremer Standort wurde geschlossen. Die Astor wurde für drei Winter an Cruise & Maritime Voyages (CMV) verchartert, und Aufgaben wie Callcenter und Buchungssystem übernahm der Dienstleister Aovo Touristik. 2014 wurde TransOcean Teil der britischen CMV-Gruppe, zu der South Quay Travel & Leisure Ltd. (SQTL) gehörte.
Im Januar 2020 beschrieb TransOcean sich als Markenname der britischen South Quay Travel & Leisure Ltd. und als Teil der CMV Holdings London Ltd. Das damalige Hochseeprogramm umfasste unter anderem Astor und Vasco da Gama; zusätzlich gab es Flussreisen. Die Marke hob klassische Kreuzfahrten, ausgearbeitete Routen mit langen Liegezeiten, Küche und Service hervor.
Am 20. Juli 2020 beantragte SQTL Insolvenz; alle TransOcean-Reisen wurden abgesagt. Damit endete der Betrieb der Marke.
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