La Bohème
La Bohème ist ein ägyptisches Nilkreuzfahrtschiff. Oriental Tours nennt 2008 als Jahr der Indienststellung.
Schiff ansehen: La BohèmeKreuzfahrt-Reederei
Zamalek, Cairo (EG)
Spring Tours entstand 1975 als familiengeführtes Destination-Management-Unternehmen. Zum Ägypten-Angebot gehören Kulturreisen, Aufenthalte am Roten Meer und Nilkreuzfahrten.

La Bohème ist ein ägyptisches Nilkreuzfahrtschiff. Oriental Tours nennt 2008 als Jahr der Indienststellung.
Schiff ansehen: La BohèmeSpring Tours wurde 1975 als familiengeführtes Destination-Management-Unternehmen gegründet und hat seinen Sitz in Kairo. Das Unternehmen organisiert Ägyptenreisen mit kulturellen Schwerpunkten, Aufenthalten am Roten Meer und Nilkreuzfahrten. Als Destination-Management-Unternehmen verbindet Spring Tours örtliche Reiseorganisation und Kreuzfahrtleistungen; das DMC-Modell ist mit der Funktion einer Incoming-Agentur verwandt. Es unterscheidet sich von der Rolle eines Kreuzfahrtveranstalters, der ein eigenes Programm vermarktet. Spring Tours kombiniert in seinen Reiseprogrammen auch Hotelaufenthalte in Kairo mit Schiffsreisen und Besichtigungen an Land.
Eine beschriebene Kombination führt von Kairo mit vier Übernachtungen in der Stadt zu einer Nilkreuzfahrt über vier Nächte von Luxor nach Assuan und weiter auf einer Fahrt über vier Nächte auf dem Nassersee bis Abu Simbel. Das Programm schließt Besuche der Pyramiden von Gizeh und der Sphinx sowie örtliche Führungen ein. Die Nilfahrt ist damit nicht nur ein Schiffsabschnitt: Sie verbindet unterschiedliche Flusslandschaften und Kulturstätten Oberägyptens mit den südlicher gelegenen nubischen Monumenten. Die Kombination erschließt auf einer Nilkreuzfahrt damit sowohl die Städte am Fluss als auch den Nassersee.
Zum Nilkreuzfahrtangebot gehört die Dahabiyya Princess Judi, ein ägyptisches Segelboot mit zwei Segeln. Das Unternehmen beschreibt das 47 Meter lange Boot mit 7,5 Metern Breite und einer zehnköpfigen Besatzung. Ein veröffentlichter Reiseablauf beginnt in Luxor, führt über Esna, Edfu, Gebel el-Silsila und Kom Ombo nach Assuan und endet dort nach sechs Nächten. Die Stationen verteilen Tempelbesuche und längere Flusspassagen über mehrere Tage: In Edfu steht der Horus-Tempel auf dem Programm, bei Kom Ombo ein Doppelheiligtum, in Assuan Philae und die Granitsteinbrüche mit dem unvollendeten Obelisken.
Luxor liegt am Ort des antiken Theben, das während des Mittleren und Neuen Reiches Hauptstadt Ägyptens war. Karnak und der Luxor-Tempel stehen am Ostufer des Nils; am Westufer erstreckt sich die Nekropole mit dem Tal der Könige, dem Tal der Königinnen und dem Tempel der Hatschepsut. Diese räumliche Aufteilung erklärt, warum Nilprogramme die Besichtigung auf beiden Ufern mit der Flussfahrt verbinden. Die Gräber des Tals der Könige wurden über einen Zeitraum von ungefähr 500 Jahren für Könige und hohe Würdenträger angelegt.
Weiter südlich liegt Edfu am Westufer des Nils. Der dortige Horus-Tempel wurde 237 v. Chr. begonnen und 57 v. Chr. fertiggestellt; seine lange Bauzeit umfasste damit rund 180 Jahre. Der Tempel blieb über Jahrhunderte unter Ablagerungen begraben, wodurch Architektur- und Dekorelemente vergleichsweise gut erhalten blieben. Assuan war im Altertum ein wichtiger Grenz- und Handelsort zwischen Ägypten und Nubien. Die UNESCO-Kampagne von 1960 bis 1980 rettete mehrere nubische Monumente, darunter Abu Simbel und Philae, vor der Überflutung durch den Nil und den Nassersee. Philae, ein bedeutendes Heiligtum der Göttin Isis, wurde auf die Insel Agilkia versetzt.
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