Flensburger Rum-Regatta: historische Berufssegler und Rumstadt-Geschichte
Die Flensburger Rum-Regatta ist ein jährliches Treffen ehemaliger segelnder Berufsfahrzeuge auf der Innenförde. Der Museumshafen Flensburg richtet die Regatta am Himmelfahrtswochenende aus. Anders als bei einem modernen Spitzensportwettbewerb steht nicht allein die schnellste Zeit im Mittelpunkt: Der Veranstalter beschreibt das Treffen als Erinnerung an Flensburgs maritime Rumtradition und verbindet es mit dem Charakter eines Hafenfestes.
Berufssegler auf der Förde
Im Zentrum stehen traditionelle Segelschiffe, die früher für Revier- und Küstenfahrt genutzt wurden. Bei der Regatta kommen die Fahrzeuge auf dem Wasser zusammen; daneben prägen die Schiffe und das Publikum den Hafenbereich an Land. Die Zahl und Zusammensetzung der teilnehmenden Schiffe kann sich von Ausgabe zu Ausgabe ändern.
Flensburgs Geschichte als Rumstadt
Der Name verweist auf Flensburgs Handelsgeschichte. Im 19. Jahrhundert spielte Rum eine wichtige Rolle im Handel der Stadt: Zuckerrohrschnaps wurde aus der Karibik gebracht und in Flensburg weiterverarbeitet. Die Regatta stellt diesen historischen Zusammenhang in einen maritimen Rahmen, ohne damit die heutige Regatta mit dem früheren Warenverkehr gleichzusetzen.
Mehr als ein Rennen
Die Veranstaltung pflegt historische Schiffe und macht sie für die Öffentlichkeit sichtbar. Das Motto des Veranstalters fasst die spielerische Haltung der Regatta zusammen: heil ankommen ist wichtiger als als Erster durchs Ziel zu gehen. Termine, Liegeplätze und Begleitprogramm sollten für die jeweilige Ausgabe aktuell geprüft werden.