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Villa Vie Odyssey auf dem Weg nach Singapur: Kreditgeber übernimmt laufende Kosten
Splash berichtete am 4. November 2026, dass die Villa Vie Odyssey Kambodscha verlassen habe und nach Singapur unterwegs sei. Das maritime Branchenmedium beruft sich auf AIS-Daten vom Mittwochmorgen: Das Wohnkreuzfahrtschiff sei im Golf von Thailand mit rund sieben Knoten unterwegs gewesen; Singapur sei als Ziel angegeben worden. Der Bericht beschreibt damit die zuvor erwartete Weiterfahrt als begonnen.
Was sich seit dem Stillstand geändert hat
Villa Vie Residences hatte den Betrieb in Kambodscha am 27. Oktober ausgesetzt und erklärt, angesichts stark gestiegener Treibstoffkosten eine Restrukturierung und Rekapitalisierung zu prüfen. Nach Splash waren Bewohner in Kambodscha zurückgeblieben. Nach Splash hat inzwischen der Kreditgeber die Kontrolle über das Schiff übernommen und die Verantwortung für Löhne der Besatzung, Treibstoff und den Unterhalt getragen. Das Medium berichtet zugleich, dass Besatzungsmitglieder zuvor auf ausstehende Zahlungen warten mussten.
Die am 4. November gemeldete Ortsveränderung führt das Schiff aus Sihanoukville in Richtung Singapur. Für frühere Bewohner und Interessenten ist das ein relevantes logistisches Update. Es sagt aber noch nichts darüber aus, wann oder ob sie wieder an Bord gehen können.
Auktion bleibt eine Möglichkeit
Singapur könnte laut Splash zum Ort einer Versteigerung werden. Das Medium hält ausdrücklich fest, dass bislang kein Verkaufstermin angesetzt wurde. Ein mögliches Auktionsverfahren ist daher weder ein abgeschlossener Verkauf noch ein bestätigter Eigentümerwechsel.
Villa-Vie-Gründer Mikael Petterson sagte Splash, es bleibe Zeit, einen Betriebspartner zu finden und die Finanzen des Unternehmens neu zu ordnen. Ein Versuch von Bewohnern, das Schiff selbst zu übernehmen, sei nach Darstellung des Mediums gescheitert, nachdem eine Finanzierung abgelehnt worden sei. Ob ein anderer Partner einsteigt oder die Restrukturierung gelingt, ist offen.
Was Bewohner jetzt wissen sollten
Die gemeldete Überführung und die Suche nach einem Betriebspartner betreffen unterschiedliche Aufgaben: den laufenden Unterhalt des Schiffs und das künftige Wohnkreuzfahrtprogramm. Splash nennt keine neue Abfahrtsplanung, keinen Termin für eine Rückkehr der Bewohner und keine Zusage zur Erstattung bereits gezahlter Beträge. Für die Bewohner bleiben vor allem konkrete Mitteilungen zu Unterkunft, Reiseorganisation und einer möglichen Rückkehr an Bord relevant. Solange weder ein Rückkehrplan noch eine finanzielle Lösung bestätigt ist, bleiben diese Fragen ungeklärt.