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Ancona plant neue Konzession für Kreuzfahrtliegeplatz 15
Die Hafenbehörde des mittleren Adriaraums will den Kreuzfahrt- und Fährliegeplatz Banchina 15 in Ancona neu vergeben. Eine Ausschreibung ist für November 2026 vorgesehen, die Konzession soll im Februar 2027 erteilt werden. Das Vorhaben ist Teil eines mehrjährigen Plans für die Häfen der Regionen Marken und Abruzzen. Für Reisende ist entscheidend: Die nächsten Schritte betreffen zunächst Auswahl und Zuständigkeit für den Liegeplatz; ein neuer Betreiber oder ein geänderter Terminalbetrieb stehen damit noch nicht fest.
Ausschreibung als nächster Schritt
Die Hafenbehörde hat am 28. Oktober ihren operativen Plan für 2027 bis 2029 beschlossen. Darin kündigt sie an, die Banchina 15 im November auszuschreiben und die Konzession bis Februar 2027 anzustreben. Zwischen Ausschreibung und Vergabe liegt das Auswahlverfahren, in dem die künftige kommerzielle Nutzung des Liegeplatzes geregelt werden soll. Der Zeitplan beschreibt damit konkrete nächste Verfahrensschritte, aber noch keine abgeschlossene Übergabe.
Die Planung steht im Zusammenhang mit einer stärkeren Spezialisierung der Hafenanlagen. Die Behörde will einzelne Bereiche schrittweise über kommerzielle Konzessionen organisieren. Für Kreuzfahrtgäste ist das vor allem dann praktisch relevant, wenn aus der späteren Vergabe Änderungen an Zuständigkeiten, Abläufen oder dem Terminalangebot folgen. Solche Folgen lassen sich erst beurteilen, sobald die Konzessionsbedingungen und ein Betreiber bekannt sind. Als nächster Schritt ist zunächst die Veröffentlichung der Ausschreibung vorgesehen.
308 Millionen Euro für das gesamte Hafensystem
Die Mitteilung der Hafenbehörde nennt Investitionen von insgesamt 308 Millionen Euro. Diese Summe bezieht sich auf das Hafensystem des mittleren Adriaraums mit Standorten in den Marken und den Abruzzen. Sie ist kein Einzelbudget für einen neuen Kreuzfahrtterminal in Ancona. Für die Einordnung der Kreuzfahrtentwicklung ist deshalb die Konzession für Banchina 15 die konkrete Nachricht; die größere Investitionssumme beschreibt den Rahmen der regionalen Hafenplanung.
Umweltprüfung am Molo Clementino läuft weiter
Parallel dazu verweist die Behörde auf das geplante Projekt am Molo Clementino. Das Ergebnis der Umweltprüfung steht nach ihrer Mitteilung noch aus. Dieser Prüfstand ist von der für Banchina 15 angekündigten Ausschreibung zu unterscheiden: Beide Themen gehören zur Hafenentwicklung in Ancona, betreffen aber unterschiedliche Vorhaben und Verfahrensschritte.
Für die weitere Hafenentwicklung sind damit unterschiedliche Entscheidungen zu verfolgen. Bei Banchina 15 geht es um die geplante Auswahl eines kommerziellen Konzessionärs und dessen künftige Zuständigkeit. Beim Molo Clementino steht zuvor das Ergebnis der Umweltprüfung aus. Der operative Plan ordnet diese Vorhaben in den Zeitraum 2027 bis 2029 ein. Für den Landgang in Ancona bleiben die tatsächlich für die jeweilige Schiffsreise bestätigten Angaben zum Liegeplatz und zu den Abfertigungswegen maßgeblich.