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Italiens Kreuzfahrthäfen erwarten 2027 rund 16 Millionen Passagierbewegungen

Die Prognose zählt Bewegungen, nicht einzelne Reisende

Federturismo veröffentlichte am 26. Oktober 2026 die Prognose aus dem Italian Cruise Watch 2026 von Risposte Turismo. Für 2027 erwartet die Untersuchung in italienischen Häfen rund 16 Millionen Passagierbewegungen. Das wären etwa vier Prozent mehr als die für 2026 erwarteten Werte. Bei den Schiffsanläufen nennt die Prognose mehr als 6.370, rund fünf Prozent über dem erwarteten Vorjahreswert.

Die Prognose zählt Hafenbewegungen. Erfasst werden laut Mitteilung Ein- und Ausschiffungen sowie Passagiere auf Transitstopps. Wer etwa in einem Hafen an Bord geht und später in einem anderen aussteigt, kann in den jeweiligen Hafenbewegungen mehrfach erscheinen. Für die Einordnung von Hafenaufkommen ist die Kennzahl nützlich; sie beschreibt nicht, wie viele Personen insgesamt eine Kreuzfahrt unternommen haben.

Auch der Vergleich mit 2026 ist ein Prognosevergleich. Die 2027-Zahl steht den für 2026 erwarteten Werten gegenüber. Einen begrenzten Blick auf den laufenden Betrieb gibt Livorno: Porto di Livorno 2000 meldete für die ersten neun Monate 2026 insgesamt 333 Anläufe und 669.146 Passagiere. Für das Gesamtjahr erwartete der Terminalbetreiber 421 Anläufe und etwa 815.000 Passagiere.

Civitavecchia bleibt vorn, Palermo wächst besonders stark

Die Hafenprognosen zeigen, dass die nationale Gesamtzahl nicht für jeden Ort dieselbe Entwicklung bedeutet. Für Civitavecchia, den größten Kreuzfahrthafen des Landes, nennt Risposte Turismo 3,8 Millionen Passagierbewegungen und 990 Anläufe im Jahr 2027. Für Neapel werden 1,95 Millionen Bewegungen erwartet, für Genua 1,6 Millionen. La Spezia soll mit 845.000 Passagierbewegungen die fünf größten Häfen ergänzen.

Die stärkste Zunahme unter den genannten Häfen erwartet die Untersuchung in Palermo: Dort sollen die Bewegungen um rund 20 Prozent auf mehr als 1,2 Millionen steigen; die Anläufe könnten um 33 Prozent zulegen. Damit rückt Palermo in der Prognose auf Rang vier. Solche Hafenwerte helfen, die Größenordnung einzelner Stationen innerhalb des landesweiten Marktes zu verstehen. Die Werte sind Erwartungen für 2027.

Terminalprojekte sind über mehrere Jahre verteilt

Die Mitteilung beziffert die für 2027 bis 2029 geplanten Investitionen in italienischen Kreuzfahrthäfen auf mehr als eine Milliarde Euro. Dazu zählen rund 340 Millionen Euro für Liegeplätze und weitere Hafenanlagen, 220 Millionen Euro für Versorgung und alternative Kraftstoffe sowie 215 Millionen Euro für neue Kreuzfahrtterminals. Einschließlich der Erneuerung bestehender Terminals steigt die dafür genannte Summe auf etwa 270 Millionen Euro. Weitere rund 206 Millionen Euro entfallen auf Ausbaggerungen und die Vertiefung von Hafenbereichen.

Acht neue Terminals sollen nach der Planung in den kommenden Jahren eröffnet werden: Ravenna, Bari, Messina, Taranto und Brindisi sind für 2027 vorgesehen; Venezia-Marghera und Ancona für 2028, La Spezia für 2029. Für Reisende und Hafenstädte liegt der konkrete Unterschied daher zwischen dem erwarteten Verkehrsaufkommen und dem jeweiligen Stand der geplanten Anlagen. Die Investitionssummen und Eröffnungstermine sind Planungsangaben aus der veröffentlichten Prognose.

Quellen & Redaktion

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