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Mein Schiff 3 nach der Kollision: Was jetzt bekannt ist
Kollision beim Auslaufen, Kanarenreise abgesagt
Die Mein Schiff 3 kollidierte am 25. Oktober beim Auslaufen aus Bremerhaven mit zwei dort festgemachten Containerschiffen. Nach Angaben der Polizei erfasste eine Böe das von Schleppern unterstützte Kreuzfahrtschiff gegen 17.30 Uhr und drückte es auf die beiden Schiffe. Die Mein Schiff 3 kehrte zum Terminal zurück. Bei dem Unfall wurden ihre Außenhaut, Rettungsboote und die zugehörigen Kräne beschädigt. Die Polizei meldete keine Verletzten und keinen Wassereinbruch an den beteiligten Schiffen; für alle drei galt zunächst ein Auslaufverbot. Beide Containerschiffe wurden ebenfalls beschädigt, das größere erheblich und das kleinere leichter.
An Bord der Mein Schiff 3 waren laut TUI Cruises 2.428 Gäste und 922 Crewmitglieder. Die unmittelbar betroffene Kanarenreise wurde abgesagt. Technikfachleute untersuchten das Schiff und kamen nach Angaben der Reederei zu dem Ergebnis, dass eine Reparatur in einer Werft erforderlich ist. Die Gäste wurden am Montag über die Absage informiert und sollten die Heimreise antreten. Bis zum 27. Oktober hatte TUI den notwendigen Werftaufenthalt bestätigt; Werft und Reparaturzeitraum blieben offen.
BSU und Polizei bearbeiten verschiedene Fragen
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) untersucht den Ablauf, um Erkenntnisse für die Verhütung künftiger Unfälle zu gewinnen. Nach dem Bericht von buten un binnen hat die Behörde Daten gesichert und Beteiligte angehört; ein Abschlussbericht wird erst später erwartet. Parallel dazu führt die Polizei eine ordnungsrechtliche Prüfung. Diese beiden Verfahren haben unterschiedliche Aufgaben: Die BSU arbeitet auf Erkenntnisse zur Unfallverhütung hin, die Polizei prüft einen möglichen Rechtsverstoß.
Was gebuchte Gäste über weitere Fahrten wissen
TUI Cruises teilte am 26. Oktober mit, dass die Durchführung weiterer für dieses Jahr geplanter Reisen mit der Mein Schiff 3 noch offen sei. Nach der technischen Begutachtung ist eine Werftreparatur erforderlich. Werfttermin und Reparaturumfang bestimmen, wann TUI das Schiff wieder in die Einsatzplanung nehmen kann.
Für spätere Abfahrten hängt die Planung damit vom technischen Ergebnis und der Dauer des Werftaufenthalts ab. TUI Cruises kündigt an, die gebuchten Gäste und die Vertriebspartner direkt zu informieren, sobald die Folgen für weitere Reisen verlässlich beurteilt werden können. Die am Morgen des 28. Oktober abrufbare offizielle Mitteilung trägt weiterhin den Stand 26. Oktober, 11:00 Uhr.